Dienstag, 28. Dezember 2010

Weihnachten vorbei?

Ja, Weihnachten ist jetzt vorbei, das Jahr neigt sich dem Ende und die guten Vorsätze sprießen aus dem Boden wie Schneeglöckchen!

Was habt ihr im kommenden Jahr vor? Große Pläne? Kleine Eroberungen?

Das übliche "10 kg abspecken" und "mit dem Rauchen aufhören" hat wahrscheinlich die letzten drei Jahre auch nicht geklappt... aber vielleicht... wer weiß? Dieses Jahr? Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Sollte ich die 10 kg schaffen, werde ich es euch wissen lassen;) Mit dem Rauchen kann ich nicht aufhören, ich habe nie geraucht;)

Einer sagte mal: "Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert". Ich weiß nicht, wer es war, aber ich glaube, er hat damit Recht.

Oft habe ich schon zu Silvester dagestanden und mir gesagt: "Von heute an wird alles anders!" (Ja nicht nur zu Silvester, auch zwischen zwei Silvestern passiert das häufiger!;)) Aber selten ist wirklich was geschehen. Alles in der Art von "ich werde von heute an jeden Tag eine Stunde beten und noch eine Bibellesen" scheiterte - wahrscheinlich, weil ich aus eigener Kraft versucht habe etwas zu verändern und alle eigenen Bemühungen sind von vorherein zum Scheitern verurteilt, wenn Gott hinter dem Anschein der Frömmigkeit verloren gegangen ist.

Ich kann mich nicht ändern. Gott kann das.

Lasst uns ihm vertrauen, sein Wort studieren und ihn besser verstehen und kennen lernen. Er kann und wird uns verändern!

Und mit uns hoffentlich auch Marzahn!

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Come Back und verrückte Fragen...

Wie kommt das eigentlich? Kennst du das auch?

Du lebt vor sich hin, weiß von nichts Bösem, siehst es nicht, hörst es nicht, merkst es nicht - und plötzlich stellst du eines schönen Tages fest: Du bist offenbar einer der unangenehmsten Menschen auf diesem Planeten.

Es gibt viele unangenehme Menschen, ohne Frage - die anderen sind natürlich immer schlimmer, als man selbst. Grade in Marzahn mag dieser Eindruck entstehen, hier, wo es trotz aller angenehmen Seiten so viel Elend und kaputte Menschen gibt. Ich meine das nicht abwertend - meistens liegt die geringste Schuld am offensichtlichen Kaputtsein bei einem selber. Man kann nichts für seine Eltern, man hat sie sich nicht ausgesucht oder bei der Wahl der Schule selbstverantwortlich geschrieen: "Ja, die will ich!"

Aber eines Tages stellst du fest: Nicht (nur) die anderen sind die kaputten Typen. Du bist es auch und plötzlich stürtzt es von allen Seiten auf dich ein und du fragst dich: Wie konnte ich so blind sein? Aber auch: Woher soll ich das wissen, wenn es keiner sagt?

Lange Zeit vergeht manchmal, bis man aus der Ecke des Selbstmitleids heraus kommt und wirklich nach einem Grund sucht - nach einem Zweck, nach irgendwas, das einem die Last abnimmt, so zu sein, wie man bist.

Es ist nicht beruhigend zu wissen, dass alle schlecht - dass alle Sünder sind. Wenn schon alle, dann will wenigstens ich doch was besseres sein. Aber egal wie man hofft, wie man arbeitet. Wir sind alle schlecht und nicht liebenswert. Vor Gott macht es keinen Unterschied, ob du mehr oder weniger schlecht bist. Er ist heilig und auch das kleinste Fünkchen Schlechtsein in jemanden ist schlimm genug, für das entgültige Urteil, dass Gott uns in seinem Wort verspricht.

Am Ende sah ich einen Lichtstrahl am Horzizont:

Gott hat mich geliebt - obwohl ich so schlecht bin. Er hat alles für mich gegeben. Er hat seinen gerechtfertigten Zorn über mich und meine Sünde nicht dem jenigen zugeführt, der ihn verdiente:

Mich.

Sondern dem, der der Inbegriff seiner Liebe ist, ja - sich selbst sogesehen:

Jesus, dem Christus.

Wir können uns nicht vorstellen, was er für Jesus hieß, da am Kreuz zu sterben. Die Schikanen der Römer, die unmenschlichen Peitschenhiebe, die Füße und Arme durchstochen zu bekommen, da am Kreuz zu hängen und den Spott der Menschen zu ertragen...

Das klingt schlimm meinst du? Das war es sicher! Aber wenn man an dem Punkt aufhört, hat man kein Evangelium, keine Freiheit.

Was sollte das für ein Retter sein, der von schwächlichen Menschen, die weit unter ihm standen, einfach so getötet werden kann? Was könnte uns daran retten, wenn ein Unschuldiger von Verrückten getötet wird? Passiert nicht ähnliches hundertfach jeden Tag auf dieser Welt?

Jesus starb nicht, weil ihn Menschen an ein Kreuz geschlagen haben. Er starb, weil er, wie er sagte "diesen Kelch", den Gott ihm gegeben hat, getrunken hat - und er war angefüllt bis zum Rand mit dem gerechtfertigten Zorn Gottes über alle Gottlosigkeit und alles Schlechte von uns.

Klingt das Psychopatisch? Das ist es nicht. Dreh dich nicht um und vergiss es. Gott tat das nicht aus Boshaftigkeit, weil er rachsüchtig wäre und irgendeinen Sündenbock sucht, an dem er sich austoben kann.

Er tat es für dich, damit DU nicht dein eigener Sündenbock sein musst, denn das wäre für alle Ewigkeit ein schreckliches Schicksal. Er tat es, damit du leben kannst und etwas genießen kannst, das es zu letzt im Paradise gegeben hat:

Freiheit und eine reine Beziehung zu Gott.

Dienstag, 7. Dezember 2010

Don't worry, be happy!

Als jemand, der in einer Gegend wie Marzahn wohnt, habe ich eine ungefähre Vorstellung von dem Begriff "Elend" - oder besser gesagt davon, was das hierzulange heißt. So viele kaputte Familien, Eltern, die nicht für ihre Kinder sorgen und bei denen man keine Spur von Liebe erkennt, Menschen, die von den Behörden herum geschubst werden, weil ihre Not nicht in starre, bürokratische Normen passt, Vereinsamung, schlechte Schulen, fiese Nachbarn und und und ....

Es gibt viele Gründe, warum man sich Sorgen kann. Wirklich, mehr als genug!

Aber es gibt noch mehr als das.

Weihnachten ist die Zeit, in der wir feiern und darüber glücklich sein dürfen, dass Gott Mensch geworden ist, dass er uns nicht vergessen hat oder verloren gehen lässt. Er hat für uns gesorgt, er sorgt für uns, er liebt seine Kinder.

Lasst uns aufhören, uns den Kopf über dieses Elend zu zerbrechen und Sorgen zu machen, die doch keinem helfen und einfach vertrauen und glücklich sein.

Auch in Marzahn.

Und überhaupt - eigentlich lässt es sich hier ganz gut leben! - wenn man sich an die "Platte" gewöhnt hat;)

Montag, 29. November 2010

Besinnlichkeit...

Weihnachten ist eine Zeit der Besinnlichkeit - und das Wort Besinnlichkeit stammt offenbar vom "besinnen" ab.

Ich rufe auf, sich zu besinnen - zurückzukehren zu den Wurzeln unserer Freiheit in einem Land, dass als Sozialdemokratische Republik die Aufgabe hat, Minderheiten zu schützen, die Freiheit des Individuums in besonderer Weise zu stärken und zu garantieren, dass niemand Aufgrund seiner religiösen Ausrichtung, seiner Weltanschauung und seiner sexuellen Ausrichtung diskriminiert wird.

Es ist reiner Wahnwitz, was derzeit durch die Medien geht - hier ein paar Beispiele:

Handy- und PC-Verbot für "Islamistische Gefährder" sowie Abhören und von Telefongesprächen und ähnlichem, wegen "unbegründeten" Verdachts

Einschränkung der Pressefreiheit

Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung trotz Urteil des Bundesverfassungsgerichts

Die Liste lässt sich beliebig erweitern.

Es mag vllt eine tatsächliche Gefährdung für die Bürger dieses Landes geben. Die gab es schon häufiger in der Vergangenheit. Aber die rechtlichen Mittel waren offenbar immer ausreichend, um genügend Schutz zu bieten.

Jetzt hingegen zeichnet sich ein sehr beunruhigender Trend ab: Jeder Bürger wird von vorherein als eventuell gefährlich und damit überwachungswürdig eingestuft, Gruppen von Minderheiten werden unter Generalverdacht gestellt und durch die einseitige und teilweise unsachgemäße Berichterstattung und öffentliche Diskussion wird mindestens Misstrauen im ungesunden Maß, wenn nicht sogar Hass gegen eben jene Minderheiten gesät.

Ich sage nichts, gegen freie Meinungsäußerung. Es muss möglich sein zu sagen, man fände Islam doof, oder Christentum, oder Homosexualität - aber ich bin absolut dagegen, Menschen zu verfolgen, weil sie einem grade nicht passen.

Besinnen wir uns wieder auf die Nächstenliebe, die Jesus lehrte: Aufrichtigkeit gegenüber jedermann, aber auch wenn die Aufrichtigkeit das Verhalten des anderen verurteilen muss im Gutestun nicht nachlassen.

Samstag, 27. November 2010

Don Bosco Zentrum

Auch wenn meine Meinung über die Katholische Kirche im Allgemeinen eher vernichtend ausfällt, ist dies hier dennoch nicht zu vernachlässigen.

Das Don Bosco Zentrum direkt am S-Bahnhof Raoul-Wallenberg-Straße beinhaltet verschiedene Angebote. Hauptsächlich erwähnen möchte ich das Gästehaus und die Jugendsozialarbeit.

Das Gästehaus ist im weiten Umkreis die einzige Möglichkeit im weiten Umkreis, kleinere wie größere Gruppen zu beherbergen. Bisher wusste ich nichts davon und werde es im Hinterkopf behalten, um vllt den einen oder anderen Besuch kostengünstig zu verstauen;)

Die Jugendsozialarbeit ist sicherlich nicht die einzige in Marzahn aber dennoch so notwendig wie die anderen. Marzahn ist bekannt für sein problematisches Sozialgeschehen und daher kann man jegliche Jugendarbeit nur begrüßen.

Gemeindetechnisch kann ich jedoch wirklich nur von der Katholischen Kirche abraten. Es gibt genügend Alternativen, sodass niemand allein dastehen muss;-)

Freitag, 26. November 2010

Taufe in Marzahn

Am 12.12.2010 findet in der Kirche43 eine Taufe statt.

Aber was ist eigentlich Taufe?

Vielerorts tauft man Babys und sagt, das seien von nun an Christen und Gott hätte einen besonderen Schutz auf sie gelegt. Wann immer ich jemanden fragte, warum er sein Klein(st)kind taufen lässt, lautete so oder ähnlich die Antwort.

Hat das etwas mit der Bibel zu tun?

Es findet sich keine Lehre über getaufte Kinder oder irgendeinen besonderen Segen, der auf der Taufe liegt in der Bibel.

Unter der Neutestamentlichen Taufe versteht die Bibel symbolisch den "Akt" des Christwerdens. Sie hat Bekenntnischarakter (ein Bekenntnis für etwas, das bereits geschehen ist) und zeigt aller Welt, dass man zu Christus gehört und nicht mehr zur Welt - und sie verdeutlicht den Zusammenhang der Bekehrung: Der Gläubige stirbt mit Christus, wird mit ihm begraben (das Untertauchen) und wird mit ihm wieder lebendig - oder besser gesagt, Christus ist lebt in ihm (wieder auftauchen) und ist frei vom Fluch der Sünde, um einzig für Gott zu leben.

Wer soll getauft werden?

Im Missionsbefehl in Matthäus 28 sagt Jesus:

19 So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes
20 und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen. 
Es werden also alle getauft, wie Jünger Jesu geworden sind. Ich wüsste vom Schächer am Kreuz abgesehen von keinem, der im Neuen Testament Christ wird, und nicht getauft wurde.

So gesehen steht die Taufe nach der Bekehrung am Anfang eines Lebens als Christ. Es ist ein Schritt des Gehorsams gegenüber Gott, der von vielen weiteren gefolgt werden wird, wenn es wirklich eine Taufe im biblischen Sinn ist.

Schön, dass sich in Marzahn Menschen finden, die Gott gerettet hat und es am 12.12. öffentlich bezeugen wollen!

Ich wünsche den Täuflingen, dass Sie von Tag zu Tag mehr erkennen, wer Jesus ist, dass sie von Gottes heiligem Geist erfüllt werden und in guten aber gerade auch in schlechten Zeiten ihren Herrn lieben und lernen, gehorsam und wachsam zu sein!

Freitag, 15. Oktober 2010

SELK - Selbstständige Evangelisch-Lutherische Kirche

Bisher dachte ich, Kirche sei für Menschen da, die Glauben, dass Jesus Christus für ihre Sünden ans Kreuz ging, dort den Preis der Sünde bezahlt hat und   Bei aller Liebe für die Kunst - etwas, über das ich als erstes stolperte, bringt mich ein bisschen zum Grübeln - gerade, was das verständnis von Kirche angeht:
___________ 
 Marzahn - Eine offene Gemeinde für Nichtchristen

Als jüngste Gemeinde der SELK sind wir offen für alle:

Nichtchristen und Christen,
Atheisten und Fragende,
Junge und Alte,
Frauen und Männer,
Wolga- und Spreedeutsche,
Fröhliche und Traurige,
Mutige und Ängstliche. 


Wir laden Sie herzlich ein, sich mit dem christlichen Glauben
auseinanderzusetzen. Wir sind zuerst für alle da, die keine
Christen sind, die wenig von Kirche und Glauben wissen.

Wir sind: KIRCHE FÜR NICHTCHRISTEN.

(Quelle:  http://www.lutherisch-in-marzahn.de/Wir/wir.html )
___________

Bisher dachte ich, Kirche sei für Menschen da, die Glauben, dass Jesus Christus für ihre Sünden ans Kreuz ging, dort den Preis der Sünde bezahlt hat und nun auferstanden ist und wir in Ihm ein neues Leben haben. Und das Kirche mit diesen "neuen" Menschen dazu da ist, sich gegenseitig weiter zu bringen, einander zu helfen.. und all das mit christlicher Nächstenliebe, und herausgerufen aus der Welt und so.
Es irritiert mich, zu lesen, dass diese Gemeinde nicht in erster Linie für diese Menschen mit neuem Leben da ist, sondern für Menschen, die von Gott noch nie was gehört haben, die ihn nicht kennen, ihm nicht Glauben.
Nichts gegen den Missionsauftrag, aber Kirche als "Sammelstelle" für marzahner Nicht-Christen kommt sicher auch Nicht-Christen komisch vor.  (denn immerhin ist ja Kirche allein schon  traditionsgemäß für Christen) Und das Christen auch für Nicht-Christen da sind, sollte ja eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein.
Nundenn, der Rest des Selbstverständnis der SELK klingt ja soweit recht sittlich - Eigenverantwortlichkeit, ein geistliches Zuhause, Auseinandersetzung mit dem Buch der Bücher, keine politische Bevormundung...
Bleibt zu sehen, was es in der Praxis heißt, z. B. ein biblisches Verständnis von Beichte zu pflegen. Ich bin gespannt - und bleibe unvoreingenommen, was ich weiter mit ihnen erlebe.

Später mehr, lassen wir uns überraschen!

Kontakt zur SELK Marzahn

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Christen in Marzahn/Hellersdorf

Nach langer Zeit haben auch sie wieder eine Webpräsenz - bis vor kurzem fand man fast nichts über sie im Netz.
Diese Gemeinde hat einen eher brüdergemeindlichen Hintergrund, obgleich die Gründer und anfängliche Mitglieder aus Gemeinden aller Konfessionen zu ihnen gestoßen sind.
Typisch Marzahn ist in diesem Fall nicht ganz korrekt - viele der Mitglieder kommen von jenseits der marzahner Grenzen, wobei sie sich dennoch um Lokalität bemühen.
Wie die Baptistengemeinde befindet sich diese hier grade in einer Zeit der Neuorientierung und Reorganisation. Ich hoffe, sie sind auf einem guten Weg -
Wir werden sehen, was daraus wird!

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Dorfkirche Marzahn

Ich war einige Male in der marzahner Dorfkirche im Gottesdienst - aber das ist schon Jahre her.

Damals litt die Kirche unter dem üblichen landeskirchlichen Phänomen - es gab nur eine Hand voll Menschen, die dort waren (vor allem verglichen mit der Größe des Gebäudes wirkt es immer wie besonders wenig Teilnahme). Und die wenigen, die dort waren hatte das 50. Lebensjahr schon (weit) hinter sich gelassen.
Sogesehen haben sie das gegenteilige Problem der Freikirchen - während dort der Altersdurchschnitt überdurchschnittlich gering ist und es kaum Ältere gibt, gibt es hier keine Jüngeren.
Theologisch hatte ich dort auch ein Problem - liberale Theologie, nicht bibelkonforme Moralvorstellung (einst versuchte mir auf Nachfrage der Pastor Homosexualität als normal und gottgewollt vorzustellen) und Mitarbeiter in der jungen Gemeinde, die nach eigenen Aussagen nicht an Gott glauben.
Es tut mir wirklich von Herzen leid, nichts Gutes dort zu finden außer netten Menschen - als Kirche kann ich ihnen keine Empfehlung aussprechen, es sei denn, sie haben sich grundlegend verändert.

Leider kann ich nicht sagen, wie es heut aussieht. Meine Erfahrungen von dort sind gut 10 Jahre alt - bei Gelegenheit werde ich mich dort mit dem Pastor auseinandersetzen, um mein Urteil zu überdenken und vllt zu einem besseren Ergebnis zu kommen.

Ich will weiß Gott niemanden unbegründet schlechtreden!

Dienstag, 12. Oktober 2010

Evangelische Kirchengemeinde Berlin-Marzahn/Nord

Die Internetseite ist sehr umfangreich und liebevoll gestaltet. Leider findet man jedoch kein explizites "wir glauben das und das" - aber wahrscheinlich ist das normal bei der Landeskirche, da diese ja nicht selbstständig sind sondern einer höheren überregionalen Organisationsstruktur angehören und selbst nicht oder nur zu geringen Teilen für die Glaubensinhalte verantwortlich sind.

Diese Kirche ist sowohl künstlerisch als auch sozial sehr engagiert. Persönlich kenne ich nur das Gebäude, weil ich einmal zu Besuch bei Siebenten-Tags-Adventisten war, die sich dort untergemietet haben (diesen gehört der nächste Artikel;)).

Vielleicht kennt ja jemand die Gemeinde und kann mehr dazu sagen. Bis ich dorthin komme, um sie mir näher anzusehen, kann einige Zeit vergehen!

Montag, 11. Oktober 2010

Adventgemeinde Berlin-Marzahn, Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten

Was diese Gemeinde wohl von den meisten ortsansässigen am stärksten unterscheidet ist wohl die Tatsache, dass die ihren Gottesdienst am siebenten Tag der Woche, dem Sabbat/Samstag, halten und dies ihr Ruhetag ist.

Sie nehmen, soweit ich das verstanden habe, die Gebote des Alten Testaments gerade z. B. in Bezug auf den Sabbat als Ruhetag, aber auch was die Speisegebote angeht sehr ernst. Sie achten häufig auf eine gesunde, meist vegetarische Ernährung, rauchen nicht, trinken nicht und versuchen Arbeit zu finden, der sie nicht Samstag nachgehen müssen.

Als Besucher fand ich den Gottesdienst sehr angenehm, sie gingen freundlich und offen auf Gemeindefremde zu und zwei ehemalige Mitglieder gehören zu guten Bekannten. (Sie sind umgezogen und verließen die Gemeinde nicht um der Gemeinde willen) ihre Konfession war für sie kein Hindernisgrund, intensiven Kontakt zu gemeindefremden Christen zu pflegen.

Wofür ich Adventisten im allgemeinen schätze ist ihr Entschlossenheit, ihren Glauben zu radikal anders zu leben - ich meine, auf viele Dinge zu verzichten und damit zu zeigen, dass ihnen andere Dinge wichtig sind als fettes Essen, Vergnügen, Alkohol und weiß nicht was noch alles. Solange nicht die Frage der Erlösung am Fleischkonsum oder eben -verzicht hängt, kann ich diese Lebenshaltung voll unterstützen.

In ihre Theologie kenne ich nicht weiter, aber ich denke, solange man sich mit der Bibel in der Hand eine Gemeinde sucht und gewisse Vorsicht walten lässt (und zwar überall!), braucht man sich nicht vor Sektierern zu fürchten. Auch bei unüblichen Gemeinderichtungen.
Ich für meinen Teil hätte keine Scheu, den offenen Dialog mit ihnen zu suchen, wäre ich auf der Suche nach einer Gemeinde - solange es sich nicht um Zeugen Jehovas oder Mormonen handelt;o)

Samstag, 9. Oktober 2010

Evangelische Kirchengemeinde Berlin Kaulsdorf

Marzahn ist Groß und auch Biesdorf gehört dazu:
Worüber ich als erstes auf der Website dieser Gemeinde stolperte, war das Taufverständnis.

Das erste, was über Taufe gesagt wird, ist folgendes:
__________________
"Mit der Taufe beginnt das Leben als Christ

Die Taufe ist die Zusage der Liebe und des Segens Gottes. Mit dem Akt der Taufe wird der Täufling in die Gemeinschaft der Christinnen und Christen aufgenommen."
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Laut Bibel ist die Taufe ein Bekenntnis dessen, was man glaubt. Sie gibt keinen besonderen Segen, sie ist nicht die Zusage der Liebe Gottes, sie bringt niemanden in den Himmel und unabhängig davon, ob man Kinder taufen soll oder nicht, sollte der Teil der Eltern bei der Vermittlung des Glaubens nicht in der Taufe sondern in Vorbild und Belehrung bestehen. Ein Kind, dass nicht getauft ist, sich aber durch die Erziehung durch seine Eltern schon in frühen Jahren bekehrt hat, hat einen riesen Vorteil gegenüber einem getauften Kind ohne Glauben.
Gott allein gibt ewiges Leben durch den Glauben an die Erlösung durch seinen Sohn und kein "Sakrament".

Bevor Vermutungen aufkommen: Ja, ich bin voreingenommen, was Landeskirchen jeglicher konfession angeht. ABER ich kenne auch Beispiele, die einen guten Weg gehen. Es ist nicht meine Absicht, irgend etwas schlecht zu reden. Was ich möchte ist, zu sehen, wohin ich jemanden, der keiner Gemeinde angehört, schicken kann, ohne ein schlechtes gewissen zu haben.
Diese Gemeinde kenne ich nun nicht weiter, aber dies war, was mir auf der Website als erstes auffiel.

Donnerstag, 7. Oktober 2010

ECG Berlin Hellersdorf

Im erweiterten Sinne von "Marzahn" gehört auch diese Gemeinde dazu.

Hierbei handelt es sich um eine Russland-Deutsche-Gemeinde mit einem hohen Anteil an Spätaussiedlern.
Dies ist die erste Gemeinde mit relativ ausgewogener Altersstruktur, die ich bisher besucht habe.
Es gibt zwei Gottesdienste am Sonntag: einen russischen sowie einen deutschen.
Der deutsche Gottesdienst war modern gehalten und erinnert ein wenig an den der Christen Marzahn/Hellersdorf und der Kirche 43. Die Liturgie (wenn man es so nennen kann) war sehr locker, gut verständliche Predigt, sehr herzlicher Empfang von Gästen und enge Beziehung zum EBTC.
Dies war die erste Internetseite mit einem ausführlichen und dennoch recht kurz gehaltenen Glaubensbekenntnis.
Wenn man mit der manchmal vllt etwas speziellen Art von Russlanddeutschen nicht so viel anfangen kann, ist diese Gemeinde für denjenigen sicher nicht zu empfehlen.
Aber was mich angeht: Ich würde diese Gemeinde jederzeit wieder besuchen!

Mittwoch, 6. Oktober 2010

CVJM Marzahn - Jugendhaus Trinity

Das CVJM Jugendhaus Trinity hat seinen Namen offenbar von der Lehre der Trinität - der Dreieinigkeit Gottes.

In der Tat war mein Eindruck bei einem Besuch vor vier, fünf Jahren, dass eine starke Betonung auf dem Heiligen Geist lag (oder liegt?)
Der CVJM sieht hier seine Aufgabe offenbar (in der Sozialarbeit) unter Kindern und Jugendlichen. Von Monat bis Freitag gibt es volles Programm - und das ist in Marzahn sicherlich nicht fehl am Platz! Wenn ich an Schulzeiten zurückdenke und die Sitzenbleiberquote von 1/3 der Klasse überdenke, sollte Hausaufgabenhilfe und die Teilnahme daran für alle Verbindlich eingeführt werden sollen, die irgendwo schlechter als 4 stehen ;D

Also für alle mit Schulproblemen - Kirchenfremde, - nahe und -mitglieder: Scheut euch nicht, morgen ab 15:30 Uhr gibt es Nachhilfe und Hausaufgabenhilfe im CVJM-Jugendhaus in Marzahn!

Dienstag, 5. Oktober 2010

Zur Abwechslung - EBTC

Diesmal keine Gemeinde, aber auch in Marzahn:
Das EBTC - Europäisches Bibel Trainings Centrum

Hierbei handelt es sich um eine Bibelschule inmitten der zu tiefst atheistischen Bevölkerung.
Die Schule bietet verschiedene Kurse an: Seminare und Konferenzen für jedermann, Grundlagenjahr Bibelkunde und Seelsorgerausbildung für alle interessierten und aktiven Christen, sowie für Männer im Lehrdienst Predigerausbildung und den Master of Arts.

Für jeden, der mehr über die Bibel wissen will und über das persönliche Bibelstudium hinauswachsen will (oder besser gesagt: es erweitern will) ist der Besuch dieser Schule wärmstens empfohlen. Die Kurse finden am Wochenende statt und sind damit trotz Berufstätigkeit in der Regel absolvierbar.
Bisherige Absolventen, die ich gesprochen habe, äußerten  durchweg Gutes.

Freitag, 1. Oktober 2010

Startschuss - was dieses Projekt will

Dieses Projekt beschäftigt sich mit den Kirchen und Gemeinden in Marzahn.

Ich will sehen, was es hier so gibt, wie es sich entwickelt, wer dahinter steckt, was gut und was falsch ist...
Lest mit - um Erfahrungen weiter zu geben, mit zu diskutieren, in Grund und Boden zu stampfen, aus kulturell/sozialem Interesse oder einfach auf der Suche nach der Wahrheit - jedem das seine!

Was ich eigentlich sagen will:

Es gibt mich und ich gehe jetzt auf Entdeckungstour!