Montag, 3. Oktober 2016

Marzahn Connection und die German-American Reunification Party

Der 3. Oktober hat nicht nur seit 25 Jahren in Deutschland Tradition, sondern auch in der Geschichte von Gemeindegründung in Marzahn. Heute fand ein großes Wiedersehen der damaligen Akteure bei "Kulturschöpfer" im Friedrichshain statt.



Party, Essen, Gemeinschaft und eine geistliche Vision für den Kiez waren wichtige Merkmale des Gründungsprojektes Jugendkirche Marzahn. Das begann schon in den 1990er Jahren mit aktionsbetonten Veranstaltungen in Marzahner Jugendclubs und dem Freizeitforum.

Um das Jahr 2000 kam ein neues Team, das sich vorwiegend aus Amerikanern zusammensetzte. Und wieder gab es neben Englisch- und Basketballkursen diverse Partys im CVJM Jugendhaus Trinity. Das Team wurde von Jugendpastor Heiko Bürklin geleitet, einer der fähigsten Leiter und Teambuilder unter denen ich je gearbeitet habe. Vor etwa zehn Jahren ging er wieder nach Amerika zurück und wurde dort in einer Kontrastgemeinde eingesetzt. Hinter dem Flachbau in South Carolina, ganz in der Nähe des Wohnortes von Billy Graham, befand sich ein riesiger Gemeindefriedhof. Heiko erzählte, dass er dort mehr Beerdigungen als Taufen durchgeführt habe. Kontrastprogramm!

Der Rest des damaligen Teams und auch viele der Jugendlichen waren dann in die Trendbezirke Mitte und Prenzlberg umgezogen. Bei einer der diversen Hochzeiten gab es das obligatorische Gruppenfoto, wo das Ausmaß der Marzahn Connection sichtbar wurde. Über die gut zwanzig Jahre waren mehrere hundert Leute durch die Jugendkirche Marzahn gegangen und dabei geistlich und persönlich geprägt worden.

Heute war Heikos Frau Kay in Berlin. Sie arbeitet zur Zeit für eine Organisation, die sich um Flüchtlinge in Griechenland, Deutschland und anderen Ländern kümmert. Und was macht man bei solch einem Besuch?

Party!

Das Treffen reihte sich elegant in die Tradition diverser Gemeinde- und Gartenpartys zum Tag der Deutschen Einheit ein. Wir waren sehr früh vor Ort. Das heißt, fünf Minuten nach Beginn. Wird noch jemand kommen? Innerhalb der nächsten vier akademischen Viertel füllten sich die kreativ gestalteten Räume des "Kulturschöpfers". Leckerer Humus, Macarons, Nachos, Kuchen und Cookies wurden mitgebracht und standen für die großen und kleinen Gäste bereit. Kay begutachtete zunächst die Räume und beschäftigte sich dann intensiv mit den Besuchern. "Seid ihr groß geworden", wurde zwar kaum ausgesprochen, dafür aber mehrfach visuell ausgedrückt. Unsere Kinder sind inzwischen größer als einige der damaligen Jugendlichen. Witzig!

Kaffee, Cookies, Gespräche mit ehemaligen Missionaren, ehemaligen Marzahnern und Gemeindegründern aus der City. Ein bunter aber bekannter Mix von Menschen, mit denen wir einige Stationen unseres Lebens verbracht hatten. Eine Frau aus Mitte erzählte, dass sie über die Klimaveränderung in Marzahn seit der Jahrtausendwende immer noch begeistert sei und dass einige ihrer Innenstadt-Bekannten sogar ins grüne Marzahn umziehen wollen.

Könnte das der Anlass für einen Neustart werden? Ein Gründungsprojekt mit dem Namen "Marzahn Connection"?

Meine Frau jedenfalls war sehr betroffen von den Schilderungen zur Situation unserer ehemaligen Gemeinde. Einige der letzten Mitglieder waren auch auf der Party und fragten nach Alternativen. Ich empfahl ihnen diesen Blog und einige passende Gemeinden in der Stadt. Marzahn braucht Jesus! Und Marzahn braucht eine Anlaufstelle für Menschen, die eine Beziehung zu Jesus suchen. Für 260.000 Einwohner sind die vorhandenen Gemeinden zu wenig und teilweise auch zu sehr mit sich selbst und anderen Dingen beschäftigt.

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