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Sonntag, 20. März 2016

Eben Ezer in Lichterfelde

Eben Ezer ist eine frische Landeskirchliche Gemeinschaft im Süden Berlins. Die Altersstruktur ist gut durchmischt. Es gibt viele Kinder, Jugendliche, mittleres Alter und Senioren. Bei Eben Ezer trifft der Besucher angenehm niveauvolle Menschen. Die Predigt ist ansprechend und Gäste werden herzlich und mit Interesse aufgenommen.



Bei Eben Ezer denken unsere Kinder sofort an die Weihnachtsgeschichte der Muppets, aber auch nur dann, wenn "Eben Ezer" mehr oder weniger versehentlich in der englischen Form als "Äbbennieser" ausgesprochen wird. Ebenezer Scrooge ist Hauptakteur dieser Weihnachtsgeschichte und erlebt im Laufe des Films eine sehr interessante Veränderung seiner Persönlichkeit.

"Eben Ezer" kommt aus dem Hebräischen und bedeutet "Stein der Hilfe".

Da wir schon so einiges über diesen "Stein der Hilfe" gehört hatten, machten wir uns heute zur Landeskirchlichen Gemeinschaft Eben Ezer in Lichterfelde auf den Weg. Lichterfelde sollte nicht mit Lichtenberg, Lichtenrade oder Liechtenstein verwechselt werden, auch wenn es ganz weit weg erscheint. Bei der Anfahrt kamen wir an vielen Gemeinden vorbei:

Katholische Kirche "Von der Verklärung des Herrn", Christus Gemeinde, Berlin Projekt, Berlin Connect, Französischer Dom, Lukas-Gemeinde, Baptisten Schöneberg, Baptisten Tempelhof, Heilsarmee Friedenau und ICF Tempelhof, um nur einige zu nennen. "Ach, fahrt ihr zu den Methodisten?", fragte meine Mutter. "Nein, zu Eben Ezer", sagte ich und gönnte ihr den parallelen Gottesdienst in einer weiteren hier nicht aufgezählten Gemeinde. Überall Gottesdienste in der Stadt. Diese Fülle an christlichem Leben wird einem selten so bewusst.

Nach 94 Ampeln mit einer Grünquote von 83% erreichten wir innerhalb von 45 Minuten die Celsiusstraße und betraten Fünf vor Zehn die Hallen der Eben-Ezer-Gemeinde. Die Begrüßung war sehr herzlich aber keinesfalls aufdringlich. Wir fühlten uns in eine Willkommenskultur hinein genommen, die wir auch bei der Heilsarmee Friedenau, dem CVJM Kaulsdorf oder der Apostel Petrus Gemeinde im Märkischen Viertel erlebt hatten. Überhaupt erinnerte vieles an die APG: das kleine Gemeindehaus inmitten hoher Neubauten. Man könnte auch fast von einer geografisch optischen Dreierbeziehung zum Märkischen Viertel und Marzahn reden. Kurzum: Wir fühlten uns sofort sehr wohl!

In diesem ehemaligen katholischen Kirchengebäude haben rund 250 Besucher Platz. Wegen der Osterferien waren allerdings nur etwa 100 Gottesdienstbesucher anwesend und die Jugend, deren Stammplätze wir besetzten, war auf einer Freizeit. Eben Ezer ist eine der wenigen bisher besuchten Gemeinden mit einer ausgewogenen Altersstruktur. Als die Kinder in ihr Programm verabschiedet wurden, ging zunächst ein Rauschen durch den Saal. So muss sich Pfingsten angehört haben. Aus allen Ecken strömten Kinder herbei und stellten sich vor dem Altar auf. Ich zählte. "Das sind so viele Kinder wie rote Ampeln heute", sagte ich zu meinem Sohn. "Zufall?", fragte er. "Ja!"

Hinter dem Altar war ein großes hölzernes Kreuz mit einer Jesus-Figur angebracht. Unsere Nachbarin erklärte uns, dass dieses noch aus der katholischen Verwendung der Kirche stamme und nur in der Osterzeit hervorgeholt werde. Ansonsten hänge dort ein schlichtes Holzkreuz.

In der Predigt ging es um - Jesus! Anhand des oftmals dick gedruckten Textes aus Philipper 2, 5-11 wurde die Gesinnung Jesu erläutert und wir zur Nachahmung aufgefordert. Mehrere Besucher hatten Bibeln gezückt und schrieben eifrig in ihre Notizbücher. Mit Humor und Tiefgang wurde das Thema entfaltet und mithilfe des Victory-Zeichens der Abstieg durch Leid und Herausforderungen (Verse 6-8) sowie der anschließende Aufstieg (Verse 9-11) durch Auferstehung und Ehre bei Gott verdeutlicht.

Der Liturgie hätten wir mit einem Begleitzettel oder lückenlosen Hinweisen auf die Nummern im Gesangsbuch etwas besser folgen können. Da wir recht weit hinten saßen, fiel das aber nicht weiter auf. Es gab Ansagen, Kollekte und Abendmahl. Letzteres wurde aus logistischen Gründen auf vier Gruppen verteilt. Die Moderation war sehr angenehm und Zwanzig nach Elf war der Gottesdienst zu Ende.

Dann begann der Gemeinschaftsteil bei Kaffee und Kuchen. Wir tauchten wieder in eine herzliche Atmosphäre des gegenseitigen Interesses ein und waren erstaunt, wen wir hier so alles trafen, insbesondere aus uralten Zeiten bei Campus für Christus. Auch unsere Kinder wurden angesprochen und aktiv in die Unterhaltungen einbezogen. Gegen Eins verließen wir Eben Ezer.

"Das nächste Mal nehme ich einen Poller-Schlüssel mit", sagte meine Frau und zeigte auf die rot-weißen Pfähle, die uns die Durchfahrt aus der Fahrenheitstraße in die Celsiusstraße verwehrt hatten. Das Bemerkenswerte an diesem Satz war "das nächste Mal". Ein größeres Lob hätte kaum ausgesprochen werden können. Sie signalisierte sogar Interesse am bei Eben Ezer geplanten Eheseminar.

Auf dem Rückweg stoppten wir bei "Nouva Roma" (Großbeerenstraße, Ecke Körtingstraße) und erlebten dort gute und erstaunlich preiswerte italienische Kochkunst. Dabei zeigten sich auch unsere beiden Marzahner Begleiter beeindruckt über die angenehme Atmosphäre und die gute Predigt bei Eben Ezer. Das ging so weit, dass wir sogar einen weiteren Besuch beim Männerabend in Lankwitz planten.

Montag, 13. Juni 2016

Männerabend - Kampf auf der Dachterrasse

"Männer nach dem Herzen Gottes" ist eine Gesprächsreihe, die in Zusammenwirkung verschiedener Gemeinden und Werke im Südwesten Berlins stattfindet. Eingeladen sind Männer, die in der Beziehung zu Jesus weiter kommen möchten und den Austausch über gemeinsame Alltagsthemen wie Familie und Beruf suchen. Heute ging es um Kampf.



Die Männer von Eben Ezer hatten mal wieder auf die Dachterrasse eines Bürohauses in Lankwitz eingeladen. Laut E-Mail sollte es heute um Kampf gehen: Kampf zwischen Egoismus und Nächstenliebe, Kampf zwischen Bitterkeit und Vergebung und Kampf zwischen dem einfachen und dem richtigen Weg. Obwohl uns der Gottesdienst bei Eben Ezer damals recht friedlich vorgekommen war, sollte nun wohl eine Rückbesinnung auf die Basics aus 1. Samuel 7, 11-14 stattfinden. Damals hatte Israel nach intensivem Gebet mit Gottes Hilfe die angreifenden Palästinenser "gedemütigt" und einen Stein (Eben) der Hilfe (Ezer) als Denkmal aufgerichtet.

So viel Kampf war mir zu gefährlich. Deshalb nahm ich Rainer mit. Je nachdem, wie sich der Kampf entwickeln würde, konnte er einer flexiblen Verwendung zugeführt werden. Als Waffe hatte ich eine 1985er Schlachter dabei. Rainer trug seine 1972er Elberfelder griffbereit im Halfter. Noch von der letzten Einsatzübung war mir in Erinnerung, dass es sich bei den Männern von Eben Ezer um Präzisionsschützen handelt.

Zur Vorbereitung des Manövers der EEVJTF (Eben Ezer Very High Readiness Joint Task Force) wurden die Versorgungswege gesichert. Es gab Charitea und Lemonaid sowie Kekse und Kartoffelchips mit Fairtrade-Siegel. Die Truppe wurde im Verlauf der Übung auf zwölf Mann verstärkt.

Die erste Operation beschäftigte sich mit einem Umsturz. Dazu zeigte der Kommandeur drei Skizzen mit Kreisen, Punkten, einem Kreuz und dem Wort "ICH". Aufgabe war es, die Rebellenmiliz "ICH" aus der Mitte des Kreises zu entfernen und das Kreuz dort zu platzieren. Ein nicht sehr einfacher Auftrag, in dessen Durchführung interne Blockaden auszuräumen und an die Grenzen der eigenen Willenskraft zu gehen war. In der Grundausbildung waren dazu zwei Fronten aufgestellt worden:

"Was nützt mir das?" versus "Was möchte Gott?"

Nach erfolgreicher Absolvierung dieses Punktes gab es mehrere Gelegenheiten zum urbanen Einzelkampf. Die Männer wurden auf der Dachterrasse ausgesetzt. Sie sollten ihre Richtmikrofone auf hörendes Gebet einstellen und die Signale aus dem Headquarter auswerten. Jeder bekam eine Spezialaufgabe, die sehr unterschiedliche Bereiche betraf. Bei mehreren Beteiligten standen Herausforderungen im zivilen Beruf an, für die es nun auf entsprechende Anweisungen zu warten galt.

Immer wieder gab es Lagebesprechungen und Auswertungen, bei denen folgende Strategien als besonders wichtig angesehen wurden:

  • die bewusste Entscheidung
  • die Unterstützung der Truppe
  • die Authentizität
  • das gelebte Vorbild
  • die Vermeidung von "bad actions".

Der "scharfe Schuss" wurde mehrfach praktiziert, war aber nicht immer treffsicher. So suchten wir den ganzen Abend nach einer Stelle aus dem Hebräerbrief, die wir schließlich kurz vor Abschluss in Kapitel 10 Vers 25 fanden. Übrigens fünf Verse vor "die Rache ist mein, spricht der Herr".

Der Kommandeur entließ uns mit dem Befehl, weiter im Kontakt mit dem Headquarter zu bleiben und im Rahmen eines "überspringenden Dienstweges" die Frage zu stellen:

"Jesus, was willst du mit mir bereden?"

Die EEVJTF und die Trainingseinheit "Männer nach dem Herzen Gottes" ist ein Co-Branding von Campus für Christus, dem Gesprächsforum Leben + Glauben und der LKG Eben Ezer in Lichterfelde.

Samstag, 4. November 2017

Abend für Paare in der LKG Eben Ezer

Eine Ehe zwischen Mann und Frau gilt heute als antiquiert und homophob. Umso wichtiger ist es, dieser Minderheit Hilfe zur Selbsthilfe an die Hand zu geben. Gestern besuchten wir einen Paar-Abend in Lichterfelde.



SMS, Facebook und WhatsApp sollen Anzahl und Umfang von Missverständnissen deutlich erhöht haben. So kam der Hinweis auf den Paar-Abend bei Eben Ezer per WhatsApp. Meine Rückfrage nach Dresscode und Kosten wurde mit einem kurzen "nothing" beantwortet. Bezog sich das auf den Dresscode oder auf die Kosten? Ich fragte zurück.

Da ich am Nachmittag noch beim Berlin Tattoo war, trafen wir erst kurz nach sieben in der Celsiusstraße ein. Ich war müde und hungrig. Vor der Tür stand ein Feuerkorb - ohne Grillfleisch. Ein kurzer Blick in den Eingangsbereich verriet uns: Paar-Abende bei Eben Ezer sind beliebt - sehr beliebt.

Feuerschale, Eis und Vorraum

Als die WhatsApp kam, hatte ich sofort ein romantisches Candle Light Dinner mit maximal fünf Paaren im Sinn. Nun standen wir einer Situation ähnlich der Rush Hour am Times Square gegenüber. Deshalb wechselten wir einige Worte mit dem Veranstalter-Ehepaar, die uns auf einen Eisblock neben dem Feuerkorb hinwiesen. "Schaut mal genau hin", bat uns Birgit. Tatsächlich, da waren Playmobil-Figuren im Eisblock. Mir fiel der saisonal produzierte Playmobil-Luther ein. Auf Nachfrage wurde bestätigt, dass es sich hierbei nur um ein Hetero-Paar handele. Ich war beruhigt.

Im Vorraum trafen wir erstaunlich viele Bekannte. Sie hatten alle ihre Partner dabei. Aber wo war das Essen? Auf dem Weg zum offiziellen Teil griff ich mir noch drei Salzstangen und begegnete damit dem penetranten Hungergefühl. Im Gemeindesaal lagen Eis-Bonbons auf den Plätzen. Sehr gut! Das Bonbon-Papier legten wir neben einen Zettel mit zwei Thermometern.

Impulsvorträge und Gespräche mit dem Partner

Die nächsten zwei Stunden waren gefüllt mit kurzen Impulsvorträgen vom Altarbereich aus. Diese wurden durch praktische Übungen in Form von Gesprächen mit dem eigenen Partner aufgelockert. Jeder sollte auf den Thermometer-Zetteln die aktuell gefühlte Temperatur der Beziehung eintragen. Wir lagen fast gleich mit unserer Einschätzung.

Das Thema lautete übrigens: "Zurück zur ersten Liebe". An einer Stelle des Abends sollten wir aufschreiben, welche Bedürfnisse wir bei unseren Partnern wahrnehmen. Mir fielen auf die Schnelle drei Punkte ein. Zusätzlich notierte ich meine eigenen Bedürfnisse und schob den Zettel meiner Frau zu: "müde, 21:00, Hunger".

Der Spannungsbogen wurde dadurch aufrecht erhalten, dass es im vorletzten Teil um Zärtlichkeiten in Theorie und Praxis gehen sollte. Der Praxisteil wurde theoretisch behandelt. Im Finale gab es einen Vortrag über die verändernde Kraft des heiligen Geistes.

"Ich will jetzt einen Döner essen", schrieb ich auf den Zettel und zeigte ihn meiner Frau. Sie verwies auf die angekündigte Suppe. Vielleicht gab es die ja schon um sieben und wir hatten die verpasst. Nein, das könne nicht sein. Schließlich sei keines der Hemden bekleckert. "Siehst du, alles Dunkelblau", zeigte sie auf den Pullover eines Mannes, der über die Bühne zum WC eilte.

Suppe und Networking

Viertel nach neun war alles gesagt und das Networking konnte beginnen. Meine Vorstellungen von "Suppe" wurden nun durch die Praxis korrigiert. Im Café-Bereich der Gemeinde waren sechs Töpfe mit verschiedenen Suppen aufgereiht. Alle sahen sehr lecker aus. Dazu Schmand und geröstetes Brot sowie Käse in sämtlichen Formen und Farben.

Nachdem ich nur noch müde - aber nicht mehr hungrig - war, verbrachten wir noch mindestens eine Stunde in den gemütlichen Räumen von Eben Ezer. Als wir gingen, war die Playmobil-Frau schon fast aufgetaut. Der Mann hingegen war immer noch fest im Eisblock verhaftet.

Freitag, 29. September 2017

Die gute alte Bibelstunde bei Eben Ezer

Der letzte Besuch einer Bibelstunde muss wohl 25 Jahre zurückliegen. Ein Freund erzählte nun von den guten Erfahrungen mit der Bibelstunde in seiner Gemeinde. Deshalb machte ich mich gestern Abend auf den Weg zu seiner Bibelstunde.



Schon der Begriff Bibelstunde lässt ein Gefühl von Langeweile und Anachronismus aufkommen. In Gedanken malt sich ein Bild mit einem großen Tisch, Senioren, alten Gesangsbüchern, Bibeln in der Lutherübersetzung, einem Klavier und einem Kollektenbeutel. Duftmarke: moderig. Kein Wunder also, dass Bibelstunden in Hauskreise, Kleingruppen, Hauszellen, Sofagruppen und ähnliches umfunktioniert wurden.

Begriffe und deren Füllung

Die klassische Bibelstunde wurde durch Gruppen abgelöst, die sich nicht mehr im Gemeindehaus treffen, sondern in den Wohnungen der Teilnehmer. Oft wird vorher gemeinsam gegessen und dabei über den Alltag geredet. Anschließend werden die Bibeln rausgeholt. Egal ob Smartphone oder Printversion, jeder hat die Bibel dabei, die er gerade liest. Es werden Themen, Leitfäden oder fortlaufende Bibeltexte bearbeitet. Das Material ist nahezu unerschöpflich. Sehr empfehlenswert die Hauskreisbibeln, die es für das Alte und das Neue Testament gibt.

Ich war gespannt, wie mein Wiedereinstieg in eine Bibelstunde abläuft.

Kurz vor sieben war ich vor Ort und traf vier Männer mit grauem Haar an. Es gab auch einen Tisch, Gesangsbücher und große Bibeln. Vier Klischees bedient. Der Leiter des Abends und ein Teilnehmer diskutierten über hochtheologische Fragen, bei denen ich nicht mitreden konnte. Beeindruckend!

Wir wechselten auch einige profane Worte und versorgten uns mit Pfefferminztee in Tassen mit dem Logo der LKG Eben Ezer. Dann ging es los. Es konnten Lied-Vorschläge unterbreitet werden. Leider bin ich im Gesangsbuch nicht mehr so zu Hause, was eigentlich schade ist. Die alten Lieder sind oft gehaltvoller als so manch ein Schönwetter-Lobpreis-Hit. Es wurde die 312 vorgeschlagen, die wir mit Mandolinen-Begleitung sangen.

Areopag

Um keine Zeit zu verlieren, starteten wir mit dem Vorlesen von Apostelgeschichte 17, 16-34: Paulus in Athen und auf dem Areopag. Eine sehr schöne Bibelstelle, die die missionarische Gewandtheit und Empathie von Paulus demonstriert. Zudem hatte ich im Spätsommer 1989 selbst einmal auf dem Areopag gestanden und der Situation nachgespürt. Der Bibelstunden-Leiter überrollte uns nahezu mit geballtem Wissen über Epikuräer, Stoiker, griechische und römische Philosophen und die Professionalität von Paulus.

Paulus gab uns in diesem Text ein Beispiel, Gesprächspartner bei ihren Themen abzuholen und dann auf Jesus sprechen zu kommen.

Innerhalb einer Stunde bekamen wir die 19 Verse sehr detailliert und mit vielen Hintergrund-Informationen erklärt. Ab und zu wurde eine Frage gestellt. Der Pfefferminztee ging zur Neige. Zwei weitere Leute kamen während des Referates dazu. Dafür musste mein Empfehlungsgeber früher weg. Er hatte die ganze Zeit mitgeschrieben. Mehrere Seiten seines Notizbuches waren dabei gefüllt worden. Jedes Wort des Referenten hatte er aufgesaugt und mit blauer Schrift fixiert. Wird er das jemals nachlesen? Ja, vor der nächsten Bibelstunde.

Wissen - Nähe - Gebet


Aus unterrichteten Kreisen war zu erfahren, dass es wohl vier potenzielle Bibelstunden-Leiter gebe. Diese wechseln sich ab, so dass die Bibelstunde regelmäßig auch zu einem Bibelgespräch werde. Der Leiter trete in letzterem Fall völlig in den Hintergrund, nachdem er die Diskussion angekurbelt habe.

Die treuen Teilnehmer haben wohl ein tieferes Bibelwissen und eine tiefere Beziehung zu Jesus, als sie zu erkennen gegeben hatten. Und genau das ist der Punkt, der fasziniert: Reife und Jesus-Nähe in dieser kleinen Gruppe. Eine Gruppe, die auch im Gebet für einander und für andere einsteht. Eine Gruppe, die sich gemeinsam über di kraftvollen Ergebnisse der Gebete freut. Eine Gruppe, die die gestrige Bibelstunde mit einem Vaterunser abschloss.

Beim Abräumen der Tassen mit dem Gemeindelogo tauschten wir uns noch kurz über aktuelle Entwicklungen aus. Mit einem jüngeren Teilnehmer trat ich auf die spärlich erhellte Straße. Dabei erzählte er mir, wie ihm Jesus das Leben und die Gesundheit gerettet hatte. Seine Augen strahlten. Wir segneten uns gegenseitig und er entschwand in einer Gasse, während ich laut quieckend mein Auto entsicherte.

Samstag, 2. Juni 2018

Geduld: Savlanuth und die defekte Hupe

Savlanuth ist Hebräisch und wird mit Geduld übersetzt. Geschwindigkeit kann ein wichtiger Motivator sein, der mit Savlanuth kollidiert. In den letzten Tagen gab es Situationen, die mich der Savlanuth näher brachten.


Es begann mal wieder kurz vor Ablauf der Garantiezeit. Bei einem beherzten Linkseinschlag fing meine Hupe an zu hupen. Wahrscheinlich der Schalter verklemmt. In den folgenden Tagen geschah das immer öfter - bei Linkskurven, bei Bodenwellen und im Stand. Da die Erwartung des Werkstatt-Termins einige Geduld erforderte, ließ ich die Sicherung 62 ziehen. Das war eine Sofort-Lösung, die keine Geduld erforderte.

Mit gezogener Sicherung 62 nahm ich dann einige Wochen am Straßenverkehr teil. Das ist in Deutschland unkritisch, da für den normalen Fahrbetrieb keine Hupe gebraucht wird. Zumindest widerspricht eine Hupe der verkehrstechnischen Lebenserfahrung. In Ländern des südlichen und westlichen Europas mag das anders sein. Es gab allerdings einen Haken: Ich konnte die vor mir wartenden Verkehrsteilnehmer nicht mehr darauf hinweisen, dass es soeben Grün geworden war.

Was ist dein Antrieb?

Ein Hammerschlag gegen meine Psyche. Hatte ich doch vor zwei Jahren einen Test mitgemacht, bei dem es um unsere Antriebskräfte ging. Es gab fünf Antriebe zur Auswahl:

- Perfektionismus: Sei perfekt!
- Geschwindigkeit: Mach schnell!
- Anstrengung: Streng dich an!
- People Pleaser: Mach es allen recht!
- Stärke: Sei stark!

Nach der Beantwortung von 50 Fragen stand fest, was mir auch vorher schon klar war: Geschwindigkeit ist mit deutlichem Abstand mein Antrieb Nummer Eins. Dann eine Weile nichts. Dann auf etwa gleicher Höhe die Antriebe Perfektion, Anstrengung und Stärke. Es allen recht zu machen, treibt mich so gar nicht an.

Ungeplante Lektion in Geduld

Und dann fiel die Hupe aus. Eine willkommene Gelegenheit, mal über Savlanuth (סבלנות) in der Alltagspraxis nachzudenken. Wann immer ich an einer Grün gewordenen Ampel von anderen Verkehrsteilnehmern blockiert wurde, dachte ich an meinen Antrieb und an Savlanuth. Savlanuth und die gezogene Sicherung 62 halfen mir, eine gewisse Entspanntheit in die Ampelsituation hineinzubekommen.

Nachdem die Hupe dann wieder repariert war, gab es eine nächste Lehreinheit zur Geduld. Zu Fuß war ich unterwegs zum S-Bahnhof. Ich wollte mit der Bahn zu einer der vielen Veranstaltungen zum 70. Geburtstag von Israel fahren. Das Timing war super. Schnellen Schrittes betrat ich die Drehtür des Einkaufszentrums vor dem S-Bahnhof. Genau in der Mitte stellte die Tür ihre Bewegung ein. Ich blickte auf die Uhr. Und was dachte ich in diesem Moment? "Israel - Savlanuth - Passt ja!"

Das nahm den Stress aus der Situation. Nach zwei Minuten oder so lief die Drehtür wieder an und ich schaffte tatsächlich noch die begehrte S-Bahn.

Viele Betroffene

Geduld alias Savlanuth ist eine große Herausforderung für viele Zeitgenossen. Bei einem Test in der Männergruppe der LKG Eben Ezer stellte sich heraus, dass viele von ihnen ähnlich ticken wie ich. Einer davon ist nun im Ruhestand und hetzt so durch die Gegend, dass Einladungen zur Grillparty oder zum Gebetsabend nicht mehr in den Kalender passen.

Geduld ist erlernbar!

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Savlanuth erlernbar ist. Etwa 2014 hatte ich damit begonnen, auf Urlaubsreisen konsequent E-Mails und Handy zu ignorieren. Allein SMS bezüglich von Server-Abstürzen oder Anrufe von der Alarmanlage meines zu Hause gebliebenen Autos wurden behandelt.

Zunächst praktizierte ich das bei einwöchigen Trips. Das steigerte sich dann auf drei Wochen Kommunikations-Pause während anschließender Reisen. Das klappt tatsächlich gut, auch wenn gelegentlich nach drei Wochen eine vierstellige Anzahl von Mails sortiert werden muss. Aber egal: Die bewusste Entschleunigung schafft eine Tiefenentspannung, aus der heraus die aufgelaufenen Themen bearbeitet werden können. Vieles hat sich dann zwischenzeitlich ohnehin von selbst geklärt.

26 Stunden ohne Internet

In dieser Woche waren bei uns für 26 Stunden Telefon und Internet ausgefallen. Die Kinder putzten die Wohnung, der Abwasch wurde erledigt, die Wäsche wurde gewaschen, Sport getrieben, Datensicherungen gefahren, die Mikrowelle repariert und Kapitel über Kapitel in der Bibel gelesen. Die besondere Kunst der Geduld besteht ja darin, sich in der Zwischenzeit anderweitig zu beschäftigen.

Als das Internet dann wieder da war, hatte die Sucht nachgelassen. Mein Sohn spielte weiter Ukulele, meine Tochter machte Hausaufgaben und ich schaltete den Rechner einfach aus, nachdem ich das Tagesgeschäft erledigt hatte. Geht alles!

"Geduld tut Not", lesen wir in Hebräer 10 Vers 36. Geduld und Entschleunigung können unserem Leben auch einen guten Antrieb liefern.

Montag, 4. Dezember 2017

Limelight Collection - Creativity @Heilsarmee

Die Limelight Collection ist ein interessantes Format der Annäherung an Bibeltexte. Ein Berufskünstler leitet die kleine Gruppe bei der Entfaltung ihrer Kreativität an. Heute Abend habe ich Limelight in Prenzlberg besucht.



Nach dem Gottesdienst zeigte mir ein bekannter Schauspieler sein Smartphone. "Kennst du das?", wollte er wissen. Ich sah eine Einladung zu Limelight für Montagabend. Die Adresse war identisch mit der von Gemeinsam für Berlin. Hm, Montag? Der Männerabend bei Eben Ezer war mir zu weit: Lankwitz. Prenzlauer Berg hingegen wäre in 20 Minuten zu erreichen - mal unabhängig von der Parkplatzsuche betrachtet. Wegen eines Paralleltermins könne der Schauspieler selbst wohl nicht mitkommen.

So machte ich mich heute alleine auf den Weg. Den Parkplatz fand ich wenige Meter vom Haus entfernt. Pünktlich halb acht betrat ich die Räume der Heilsarmee. Diese befinden sich im Kellergewölbe der Kastanienallee 71 - freundlich, gemütlich und weihnachtlich geschmückt.

Mittzwanziger, Tee und Englisch

Mit meinem Erscheinen erhöhte sich die Teilnehmerzahl auf vier. Tee wurde angeboten. Es gab auch kleine Schokokekse. Sprache der Wahl war Englisch. Das Limelight Collective verstand jedoch auch Deutsch, so dass wir uns bilingual verständigen konnten.

Innerhalb des akademischen Viertels trafen weitere Leute ein, so dass wir letztlich mit neun Personen starteten. Den homogenen Altersdurchschnitt von Mitte zwanzig überschritt ich um einige Jahre - um nicht gleich das Wort Verdoppelung zu verwenden. Ich schaltete um auf den Ich-fühle-mich-jung-Modus. Zunächst setzten wir uns um eine große Decke und sangen Weihnachtslieder mit Tejas, einem Softwareguru aus dem Mittleren Osten. Tejas leitet übrigens die Jugendgruppe bei Saddleback, so dass sich hier völlig unerwartete Netzwerk-Verbindungen schlossen.

Matthäus 2

Dann bekamen wir eine kleine Einführung in Matthäus 2, 1-12. Alles auf englisch, aber egal. Wenigstens hatte ich am Sonntag den Akku nachgeladen, so dass meine Bibel-App wieder genutzt werden konnte. Außer Vulgata und Hebraica habe ich wohl nichts weiter auf dem Smartphone. Irgendwann ist der Speicher ja ausgereizt.

Nach einem entspannten Austausch über den Text verteilten wir uns im Raum. Buntstifte, Fasermaler, Kugelschreiber und Papier lagen bereit. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. So wurde gemalt, getextet, sinniert, gebetet, gesessen, getanzt, gesungen oder Gitarre gespielt.

Papier und blauer Buntstift

Ich nahm ein Blatt Papier und malte mit einem blauen Buntstift, was mich bei diesem Text bewegte. Ein großer Stern im Zentrum, ein Weg, der sich langsam durch die dunkle Umgebung schlängelte und dann mitten in den Stern hineinmündete. Darunter das verschlafene Jerusalem, eine zugeklappte Bibel und ein Königs-Apfel mit Kreuz-Ornamenten, oder wie auch immer diese Kugel heißt, die die Könige auf alten Gemälden in der Hand halten. Letzteres symbolisierte das schockierte Jerusalem, den erschrockenen König Herodes und die desinteressierten Schriftkenner. Vers 10 bewegt mich schon seit gut 30 Jahren, als wir diesen Text erstmalig genüsslich mit Kollegen in einer Nachtschicht auf uns wirken gelassen hatten.

Kunstbetrachtung

Nach ausreichend viel Zeit kamen wir wieder an der flauschigen Decke zusammen. Es gab Brot und Butter - pardon bread & butter - eventuell in Anlehnung an das gleichnamige Festival of Style and Culture. In einer kreativen Reihenfolge stellten wir die Ergebnisse vor. Es wurden Bilder herumgereicht und jeder konnte sich einen Augenblick lang hineinversetzen. Wir kamen über Farben, Formen und den tieferen Sinn ins Gespräch und entdeckten Dinge, die selbst der jeweilige Künstler noch nicht bemerkt hatte.

Texte und Tanz

Kurze Texte wurden gelesen und eine Frau aus Ghana tanzte dazu. Sie erklärte uns jede ihrer Bewegungen, so dass ich erstmalig ein Verständnis für Ballett-Choreografie vermittelt bekam. Die Bewegungsabläufe waren so genial, dass ich wohl mit heruntergeklappter Kinnlade auf der Decke gesessen haben muss.

Drei Stunden City-Kreativität

Auf diese Weise hatte ich gar nicht bemerkt, dass schon drei Stunden vergangen waren. Der Abend wurde mit einem Gebet abgeschlossen und alle halfen noch beim Aufräumen. Wie ich erfuhr, kamen die Kreativen aus verschiedenen Gemeinden der weiteren City-Region: Wedding, Moabit, Mitte, Prenzlberg. Englisch war eine gute Option für die allgemeine Verständigung gewesen. Halb zwölf war ich wieder zu Hause.

Limelight findet jeden Montag statt und bietet einen guten Rahmen zur freien Entfaltung der Kreativität. Die geschaffene Kunst wird ernst genommen und das eigene Denken auf eine spannende Entdeckungsreise geschickt. Die Werke werden für spätere Inspirationen archiviert - als Original oder als Foto.

Montag, 2. Oktober 2017

Gesprächsforum Leben + Glauben mit Pianist Sam Rotman

Die Abende im Best Western Steglitz bieten immer wieder eine gute Gelegenheit, Freunde oder den Chef mitzubringen. Gestern Abend spielte Sam Rotman Stücke von Beethoven und Rachmaninow.



Wir waren früh dran - gestern Abend beim Gesprächsforum Leben + Glauben. Meine Frau kam von zu Hause und ich aus der Reha-Klinik in Teltow. Unser Timing war nahezu perfekt. An Tisch 8 sollten wir diesmal sitzen. Die liebevoll per Hand geschriebenen Namenskarten standen bereits an den Plätzen. Vier alte Bekannte aus der Lukas-Gemeinde sollten uns beim Hören und Essen Gesellschaft leisten.

Kleiner Mann - große Energie

Weitere Bekannte erschienen, so dass der Abend ohne große Aufwärm-Phase seinen Lauf nahm. Hallo, kräftiger Händedruck, Umarmung, kurze News und dann war es auch schon 18 Uhr. Der kleine Sam Rotman setzte sich an den polierten Flügel und schmetterte Beethoven in die Tasten. Alles auswendig!

Dazu gab er mit seiner sagenhaften Radio-Stimme Erklärungen ab. Er erläuterte auch die weiteren Stücke von Rachmaninow und wurde dabei von Joe Hartung übersetzt. Der Pianist, der wohl zu den 25 der Besten seiner Instrumenten-Klasse zählt, sprach Englisch. Dennoch kannte er einige Wörter wie "Schade", "Ja" und "Danke".

Nach jedem Stück hauchte er ein "Ja!" in den Raum, schwang seine Hände wie ein Schwan im Fluge zur Seite, stand auf und verbeugte sich. Applaus. Dann die Erklärung des nächsten Stückes und einige Worte zum Komponisten.

Jesus versus Konzertflügel

Im letzten Viertel seines Konzertes erzählte er von sich selbst. Der 1950 geborene Rotman berichtete von seinen Eltern, seiner Geburt und Schulzeit in Nordamerika und seiner Begegnung mit Jesus. Jesus sei ihm wichtiger als die Musik. Immerhin war es Jesus gelungen, sein Innerstes zu verändern. Sam habe viele Masken getragen, sei sehr religiös und korrekt gewesen - rein äußerlich - und habe innen sehr viel Müll mit sich herumgetragen. Jesus habe das verändert. Die Begeisterung für die Beziehung zu Jesus sprudelte nur so aus ihm heraus.

Diätplan

Gegen 19:30 Uhr wurde das Buffet eröffnet. Ich hatte meinen Diätplan im Kopf und hielt mich an die unzähligen Varianten Fisch, Salate ohne Dressing sowie Ballaststoffe und ungesättigte Fettsäuren. Das ging erstaunlich gut. Die Gäste neben mir verspeisten Fleisch, Pilze, Brownies und andere leckere Dinge. Mal ganz abgesehen vom trockenen Rotwein an den Nachbartischen. Wir hatten stilles Wasser bestellt.

Termine und anderes

Am Tisch tauschten wir uns über die gemeinsame Vergangenheit und neueste Entwicklungen aus. Nach dem Essen wurden Fragen an Sam Rotman verlesen, die er sehr offen beantwortete. Es folgten Terminhinweise für Paar-Abende, Männertreffen und Gott begegnen am Meer mit Maike Behn und Joe Hartung.

Da meine Frau mit dem ÖPNV unterwegs war, mussten wir uns sehr bald von den Gesprächspartnern losreißen. Auf dem Weg durch die Lobby traf ich Bekannte aus Eben Ezer und bot ihnen eine Mitfahrgelegenheit nach Lichterfelde an. Während meine Frau auf den Bus wartete, hetzte ich mit meinen Fahrgästen durch die Nebenstraßen von Steglitz. Dass ich zu schnell war, merkte ich an ihrer Atemlosigkeit. Das Ausdauertraining in der Kardio-Klinik trägt Früchte.

Samstag, 8. Oktober 2016

Männertag in der EFG Oberkrämer

Der Männertag in der EFG Oberkrämer ist schon seit Jahren das Highlight unseres männlichen Herbstes. Oberkrämer liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Oranienburg und ist damit hervorragend an das Straßennetz Berlins angebunden.



Was der Hebräer als "Rosh Pinnah" und der Lateiner als "caput anguli" bezeichnet, übersetzte Luther mit "Eckstein". Der Hauptreferent des heutigen Männertages in der EFG Oberkrämer war Prof. Dr. Hans-Joachim Eckstein. Hans-Joachim Eckstein ist ein gläubiger Theologe aus Tübingen, der begeistert und wissenschaftlich fundiert über seine Beziehung zu Jesus berichtet.

Der Eckstein

In seinem ersten Vortrag ging es um Hoffnung. Er setzte sich mit der Behauptung auseinander, Hoffnung sei nur ein Vertröstungsinstrument für politisch unterdrückte Bevölkerungsschichten. Dabei berichtete er von seinen ersten Glaubensschritten als Jugendlicher, der die Bibel rein aus Wissbegier durchlas und sofort als "Frommer" abgestempelt wurde. Er lernte dann weitere Christen kennen, die authentisch lebten und erlebte mit ihnen Glücksmomente, die er am liebsten konserviert hätte. Mit diesen Momenten antwortete er auch auf die Publikumsfrage, ob Ewigkeit nicht langweilig sei. Beim Erleben von Glück und Erfüllung gebe es keine Langeweile. Langeweile sei Ausdruck von Unerlöstheit.

"Die Hoffenden sind erfüllt mit einer Freude, von der die anderen noch gar nicht wissen, dass es diese Freude überhaupt gibt", brachte er die Dynamik von Hoffnung auf den Punkt. Er nannte Beispiele für die motivierende Wirkung von Vorfreude auf einen Besucher, ein Ereignis oder eine Sache. Hoffnung sei damit eine Wirklichkeit, die bereits in die Gegenwart hinein wirke.

Der Professor zog dann auch Parallelen zwischen Ewigkeit und Zeitlichkeit. Engel aus der Ewigkeit haben keine Uhren. Sie treffen immer präzise dann in der Zeit ein, wenn es erforderlich ist. Man kann sich das wie bei der Timeline in YouTube vorstellen, wo der Betrachter des Videos jederzeit in eine beliebige Stelle des Videos springen kann.

Zwischenspiel

Zwischen den Programmpunkten spielte die Männerband von Oberkrämer. Die Liedtexte wurden per Beamer eingeblendet. Unten rechts war schon der Anfang der nächsten Textseite zu lesen. Das erinnerte an das hebräische Alte Testament, wo auch immer das erste Wort der nächsten Seite unter dem Text avisiert wird.

Das Mittag und die Versorgung während der Pausen mit Kubikmetern an Kaffee verlief konfliktfrei und in einer guten Atmosphäre. Wir lernten einige neue Leute kennen. Auch aus unserer ehemaligen Gemeinde in Marzahn und sogar aus der LKG Eben Ezer waren Männer angereist. Damit durchmischt sich der starke Brüdergemeinde-Anteil so langsam mit anderen Christen.

Jojo-Effekt

Nach dem Mittag trat der Wahlberliner Jojo Zwingelberg auf. Dass sein echter Name Joachim ist, darf hier leider nicht erwähnt werden, auch nicht der damalige Spitzname von Matthias Burhenne, der als Mitveranstalter aus Wiedenest angereist war. Jojo arbeitet als Geschichtenerzähler und stellte sein Können unter Beweis. Sehr beeindruckend nahm er uns in die Petrus-Szene aus Lk 5,4-11 hinein und leitete dann in die Berufung des Matthäus aus Mt 9,9 über. Ich war sehr bewegt. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können.

Heikle Gespräche

Dann ging es in eines der vier Seminare, von denen mich das Thema "Heikle Gespräche führen" interessierte. Im Seminarraum war hebräische Schrift an die Wand geklebt: "Mene Mene Tekel Upharsin". Matthias Burhenne konnte aus Zeitgründen leider nur einen Teil des Themas durchziehen. Das war aber schon interessant genug. So erfülle ein heikles Gespräch drei Bedingungen:  unterschiedliche Meinungen, es steht viel auf dem Spiel und die Emotionen sind intensiv. Ein wichtiges Stichwort war "Selbstbeherrschung". Dabei gelte es, seine Gefühle rechtzeitig(!) wahrzunehmen und mit Selbstbeherrschung zu reagieren. Zur Schärfung der Selbstwahrnehmung in diesem Bereich unter normalen Bedingungen und in Stresssituationen empfahl er den Birkmann-Test. Schade, mich hätte noch die Gesprächsführung mit Menschen interessiert, mit denen wegen zerstörten Vertrauens oder Beratungsresistenz kein Konsens mehr erwartet wird. Das heißt, ein Gespräch zur Anbahnung eines Exits geführt werden soll.

Apropos Exit

Der Männertag in Oberkrämer klang durch einen weiteren Vortrag von Hans-Joachim Eckstein aus. Er entfaltete den Unterschied zwischen Abbild und Ebenbild. Ein Abbild sei eine Kopie, die in der Beziehung von Gott und Mensch nicht funktioniert. Das Ebenbild hingegen sei Ausdruck einer Reflexion oder Darstellung einer anderen Quelle. Beispielsweise mache eine Glühlampe den unsichtbaren Strom sichtbar. Der Mond mache durch seine Reflexion die abwesende Sonne sichtbar. Prof. Eckstein mache durch die Erlaubnis, Gott durch sich wirken zu lassen, Gott sichtbar. "Christus in mir", nannte er das und berichtete über äußerst interessante Erfahrungen mit diesem Leben als Ebenbild Jesu.

Nachdem die USB-Sticks mit den Vorträgen bespielt waren, traten wir den Heimweg an. Fünfzig Kilometer Autobahn waren in weniger als einer halben Stunde gefahren. Die fünf Männer im Auto unterhielten sich immer noch angeregt über die Themen des Tages in Oberkrämer.

Sonntag, 24. April 2016

ICF Grünheide

ICF Grünheide liegt am südöstlichen Stadtrand von Berlin. Ein Besuch lohnt sich wegen der guten Predigt, des professionellen Lobpreises und der integrativen Gesamtatmosphäre. Hier treffen sich vorwiegend junge Menschen und setzen ihre zum Alter passenden Ideen um. Entsprechend jung ist auch die Leitung. ICF Grünheide klinkt sich in den bei ICF üblichen Reigen ansprechender Gottesdienste ein und ist damit eine Gemeinde, die auch mit Bekannten und Kollegen besucht werden könnte.



ICF verspricht jugendlichen Charme und Professionalität bei geistlichem Tiefgang. Es wurden zwar nur unbekannte Lieder und diese zumeist auf Englisch gesungen, aber in einer so professionellen Vortragsweise, dass das Zuhören und vorsichtige Mitsingen sehr angenehm war. Es gab keine dieser langen Wiederholungsschleifen. Ich stand an der Seite und wippte mit.

Viele der Jugendlichen und Erwachsenen aus ICF Grünheide waren unseren Begleitern bekannt. Sie hatten ihre Wurzeln in einer Marzahner Gemeinde, die selbst erst in den 1990er Jahren entstanden war und um die Jahrtausendwende für ihre Band und eine starke Jugendgruppe bekannt war. Deshalb wollten wir uns heute einmal den Gottesdienst am südöstlichen Stadtrand Berlins ansehen. Mit dreißig Kilometern und einem Bruchteil an Ampeln liegt ICF Grünheide einen Kilometer näher als Eben Ezer Lichterfelde und ist mit öffentlichen Verkehrsmittel noch schwerer zu erreichen. Letzteres ist schade, da wir heute eine Gemeinde erlebten, wohin man gerne mal jemanden einladen würde. Integrative Willkommenskultur und ansprechender, alltagsrelevanter, authentischer Gottesdienst - triple A sozusagen.

Später erfuhren wir, dass die Leitung in die Hände der Jungen Erwachsenen übergeben worden war, was sich in einer angenehmen Entspanntheit und der frischen Atmosphäre äußerte. Location-Leiter André Schönfeld predigte ausgehend von einer Geschichte aus dem Talmud über das Dranbleiben am Gebet. Wir sollten lieber Gott zwischen uns und das Problem stellen, als das Problem zwischen Gott und uns. Dranbleiben und Gottes Handeln erwarten war der Hauptfokus. Man solle kein Komma setzen, wo Gott einen Punkt setzt und keinen Punkt, wo Gott ein Komma setzt. Dass es hier um reale Erfahrungswerte geht, zeigte die Gebetszeit während des Gottesdienstes. Es wurden aktuelle Erlebnisse berichtet und neue Gebetsthemen genannt: Bewerbungsgespräch, Partnersuche, Prüfungsangst und Gesundheit.

Es liegt in der Natur der oben genannten personellen Konstellation, dass es eine große Jugendgruppe und viele Kinder gibt. Im Gebäudekomplex mit großer Dachterrasse und Jugendkeller ist auch eine Kita untergebracht. Man tut also nicht nur etwas für die anreisenden Berliner, sondern auch für die jungen Familien aus Grünheide. Der Location-Leiter legt Wert darauf, nicht den Titel Pastor zu tragen, da es nicht seiner Ausbildung entspreche und er bei seiner zweiten Halbtagsstelle noch in einem Sozialprojekt arbeite. Ein Mann also, der auch den normalen Berufsalltag kennt und damit nicht von den Herausforderungen seiner Gemeindeleute abgekoppelt ist.

Nach einem ausführlichen Rundgang durch das Haus, vielen Erzählungen zu Geschichte und Gegenwart, italienischem Buffet, Kuchen und Kaffee verließen wir Grünheide bei strahlendem Sonnenschein und fuhren durch den Speckgürtel Berlins nach Hause. André Schönfeld hat sogar den doppelten Weg. Er wohnt in Oranienburg.

Samstag, 23. April 2016

Team.F Männertag 2016 in Kassel

Team.F ist ein christliches Werk mit einem starken Fokus auf gesunde Familien. Team.F bietet Freizeiten, Seminare, Seelsorge und Begegnungsmöglichkeiten für Singles, Familien, Ehepaare, Geschiedene, Trauernde, Eltern, Frauen und Männer an. Team.F arbeitet in verschiedenen Regionen Deutschlands und veranstaltet schon seit einigen Jahren einen zentralen Männertag in Kassel.



Es ist schon beeindruckend, wenn eine Halle voller Männer Anbetungslieder singt, auf Männer zugeschnittene Seminare angeboten werden und noch eine längere Autobahnfahrt mit vier Männern absolviert wird.

Zweimal war ich bereits zu solch einem Team.F-Männertag in Kassel und hatte dabei die freie Fahrt auf der A38 genossen. Die A38 ist wohl deshalb so leer, weil die Navis diese äußerst schnelle Ost-West-Verbindung bis heute nicht realisiert haben. Mann muss sich aber von einem Navi auch nicht alles vorschreiben lassen. Seitdem ich das Navi stumm geschaltet habe, sitzt meine Frau nicht mehr verärgert mit ADAC-Atlas neben mir: "Wieso hört der auf diese fremde Frau".

Heute durfte ich mit Männern aus der LKG Eben Ezer Lichterfelde nach Kassel fahren. Erstmals fuhr ich nicht selbst, sondern ließ mich von Wilfried in einem Fahrzeug aus deutscher Produktion chauffieren. Der Wagen hatte eine sagenhaften Beschleunigung und war auch bei 220 km/h leise genug für eine Unterhaltung und das trotz rahmenloser Seitenscheiben, die den Coupé-Charakter des Vier-Türers mit den belüfteten Vordersitzen unterstreichen sollten. Bei einem Sitzgefühl wie im BMW 6er Grand Coupé staunte ich darüber, dass der vermeintliche Vorsprung durch Technik durch ein Head-Up-Display, ein multifunktionales Touchpad und jeder Menge Freude am Fahren demonstriert wurde. Das passte zum heutigen Thema "Männer mit Leidenschaft und Tiefgang".

Team.F Männertag 2016 in Kassel
Team.F Männertag 2016 in Kassel - gemeinsame Fahrt über A2 und A7

Während der angeregten Unterhaltung merkten wir gar nicht, dass uns das Navi den kürzeren aber fast zeitgleichen Weg über die A2 (Magdeburg, Braunschweig) lotste. Es ging nämlich um unsere Lebensgeschichten mit Elternhaus, Geburt, Entscheidung für Jesus, beruflicher Entwicklung, Kennenlernen der Frau, Gemeinde und Gebetsanliegen. Drei Stunden Fahrt waren zu kurz für zwei Berichte. Das hätte ich nicht gedacht. Es wurde interessiert nachgefragt und auf entscheidende Details zurück gesprungen. Insbesondere die herausfordernden Erfahrungen wurden rückblickend immer wieder mit Römer 8, 28 kommentiert: "Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken".

Da wir sehr pünktlich in Kassel eintrafen, konnten wir uns noch gute Plätze in der Nähe der Bühne aussuchen. Dominic, ein alter Bekannter aus Würzburg tippte mich an. Klasse, wen man hier so unverhofft traf! Ich holte mir eine Salzbrezel und den dringend benötigten Kaffee. Dann ging es los.

Team.F Männertag 2016 in Kassel
Team.F Männertag 2016 in Kassel mit Albert Frey
Als Gastredner war in diesem Jahr Albert Frey eingeladen. Bei ihm klang nicht nur die Musik, sondern auch ein kürzlich besuchtes Eheseminar von Team.F nach. Etwa vierhundert Männer schmetterten zu E-Gitarre und Schlagzeug neue und mittelalterliche Lobpreislieder. Danach referierte Albert über die Wesensmerkmale des Mannes und teilte das in vier Kategorien ein:

Lover - Kämpfer - König - Weiser

Manch ein Mann verkörpert einen Mix aus diesen Eigenschaften und braucht gelegentlich Ergänzung. Das kristallisierte sich in der folgenden praktischen Übung heraus, die in Gruppen zu je sechs Männern durchgeführt wurde. Dabei lernten wir uns noch besser kennen. Jedenfalls traf ich auf diesem Wege Jochen von der Papa-Sohn-Freizeit in Brotterode wieder. Team.F bewegt etwas im Bereich Familie.

Zum Mittag gab es Chili con Carne, Äpfel und Mineralwasser. Zur Verdauung wurden Aktionen zur Bedienung männlicher Urinstinkte angeboten. Das ging vom Staplerfahren, über Axtwerfen bis hin zum Fußball. Ich orientierte mich am Tisch mit dem Kaffee und war nachhaltig fasziniert über die lückenlose Bereitstellung der gefüllten blauen Thermoskannen durch Daniel und Bernhardt.

Team.F Männertag 2016 in Kassel
Team.F Männertag 2016 in Kassel - Kaffee ohne Ende gemanagt durch Daniel und Bernhardt
Über dem Kaffee und mehreren längeren Gesprächen verpasste ich beide Seminarblöcke. Von Sex bis Kommunikation war für jedes Interesse etwas dabei und die Erwartungen wurden teilweise erfüllt. Ich genoss die Unterhaltungen und anschließend noch ein Stück Kuchen.

In der letzten offiziellen Runde spielte Albert Frey einige seiner Lieder und motivierte uns zum Mitsingen. Obwohl er sein Programm kürzte, blieb für die mitgereisten Fußballfreunde kaum noch Zeit, die letzten Minuten der Direktübertragung aus den Stadien zu verfolgen. Dieser Drang trieb unseren Fahrer nach dem abschließenden Segen schnell zum Radio. Die dunkelblau lackierte Hülle des Radios war allerdings so eingeparkt, dass wir ohnehin nicht vom Platz rollen konnten.

Team.F Männertag 2016 in Kassel
Team.F Männertag 2016 in Kassel - Regenbogen auf der Rückfahrt
Nachdem das letzte "Tooooohor" verklungen war, konnten wir uns der Heimfahrt und den weiteren Lebensgeschichten widmen. Auch werteten wir die Erfahrungen auf dem Männertag aus. Immer wieder wurde Römer 8, 28 zitiert. Römer 8, 28 zog sich auch als roter Faden durch die folgenden Lebensberichte. Sehr spannend! In Berlin standen wir deshalb noch etwas länger am Zielort und rundeten den letzten Bericht mit einer Gebetsgemeinschaft ab.

Vier Männer beim Team.F-Männertag in Kassel stellten zwar nur ein Prozent der Teilnehmer dar. Gott aber schreibt mit jedem Einzelnen eine individuelle Geschichte.

Montag, 14. März 2016

Männertreffen mit viel Kritik

Die "Männertreffen 2016" finden in monatlichen Abständen im Süden Berlins statt. Heute ging es um die praktische Auseinandersetzung mit dem Thema Kritik und dem Buch "Kultiviert Kritisieren" von Ralf Juhre.



Beim Gesprächsform Leben + Glauben hatten etwa 50% der Teilnehmer die Möglichkeit, sich für das nächste "Männertreffen 2016" anzumelden. Es sollte im Rahmen einer nur männlich besetzten Gesprächsrunde um die Vertiefung des Themas "Kritisieren ohne zu verletzen" gehen. Obwohl Frauen das ja wohl auch nötig hätten, oder?

Jedenfalls meldete ich mich an und bekam prompt am Vortag eine Erinnerungs-SMS. Das signalisierte ein gewisses Maß an Professionalität. Dennoch war mir völlig unklar, wer der Veranstalter ist und wie die Zusammensetzung der Teilnehmer aussehen wird. Google-Maps zeigte mir eine nicht ganz so eindeutig einschätzbare Parkplatzsituation vor Ort, so dass ich sehr pünktlich losfuhr und eine Viertelstunde vor Beginn eintraf. Parkplätze standen reichlich zur Verfügung.

Das Bürogebäude in der Haynauer Straße in Lankwitz beherbergt diverse Firmen und Einzelbüros. Der Fahrstuhl hatte einen Geruch, den ich irgendwoher kannte, aber nicht zuordnen konnte. Er endete eine Etage vor Ziel. Super! So etwas kann in einem wilden Irrlauf durch einen dunklen Bürokomplex mit Übernachtung im Papierkeller enden. Ephraim Kishon hatte seinerzeit ein ähnliches Szenario über einen Hotellift beschrieben. Ein spärliches Licht zeigte jedoch, dass die oberste Etage über eine Treppe zu erreichen sei. Geschafft!

Wilfried stellte gerade Lemonaid+ und weiteren Chari Tea in verschiedenen Farben auf den Tisch. Knabberzeug mit undefinierbarer vegan wirkender Zusammensetzung und gemeine Kekse folgten. Lederstühle wurden um einen Konferenztisch gruppiert. Mehrere Stapel des Buches von Ralf Juhre wurden platziert. Dann trafen nach und nach die Männer ein. Rolf, Michael, Rolf, Helge, Rolf und weitere Männer aus dem Altersspektrum Dreißig bis Sechzig setzten sich an den Tisch. Vom Sehen her kamen mir einige von ihnen bekannt vor. Zielgruppe des Männerabends war also offensichtlich der berufstätige Mann ab Dreißig. Letztendlich hatten wir eine biblische Zahl erreicht: Vierzehn! Vierzehn ist der Zahlenwert des Namens David und wird in Matthäus 1, 17 aufgegriffen.

Helge - nicht der Schneider - stieg relativ schnell in das Thema ein. Jeder der Anwesenden konnte noch ein Kritik-Buch von Ralf Juhre zum Sonderpreis erwerben. Im Laufe des Abends stellte ich fest, dass das Lesen des Buches eine sehr gute Grundlage zum Mitreden war. Das Kritisieren ohne zu verletzen übe ich ja schon seit geraumer Zeit. Der Erfolg stellt sich jedoch ähnlich schwer ein, wie das Erreichen meines Idealgewichtes von unter achtzig Kilo. Das Buch von Ralf Juhre hatte mir aber noch einmal sehr gut geholfen, die Grundprinzipien eines kultivierten Kritisierens zu verinnerlichen.

Viele der anwesenden Männer hörten die wertvollen Impulse das erste Mal. Helge verstand es, die Diskussion anzuregen und ließ viele persönliche Erfahrungen und theoretische Inhalte einfließen. Und dann gab es da noch diese Saloon-Situation: Man stelle sich einen gut mit Cowboys gefüllten Saloon vor. In der Mitte sitzt John und sagt etwas, das alle anderen provoziert. Zeitgleich werden die Revolver gezogen. Zeitgleich klicken die Abzugssicherungen. Die Läufe sind auf John gerichtet. Unser John hieß Wilfried. Wilfried hatte angefangen. Er zitierte Lukas 19 Vers 10 mit "Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, zu suchen und zu retten, was verloren ist". Auch die bisher stillen Männer holten nun Bibelverse hervor und es entstand ein regelrechtes Bibelvers-Gefecht. Niemand wurde verletzt. Ich war beeindruckt über die versteckten Potenziale dieser Männer.

Das schärfte die Gruppendefinition des Abends etwas nach. Es ging also um berufstätige Männer ab Dreißig mit einem erheblichen Bibelwissen, welches zwar nicht öffentlich zur Schau getragen, aber im Ernstfall hervorgeholt wird. Dennoch sind die Themen so auf den Alltag bezogen, dass auch ein Mann ohne diesen biblischen Hintergrund von solch einem Treffen profitieren kann.

Vierzehn Männer um einen Konferenztisch, der eigentlich für acht Personen vorgesehen war, sind doch recht viel. Der Kreis hat Potenzial für eine Teilung oder einen größeren Tisch. Im April jedenfalls fahren die Männer gemeinsam nach Kassel zum Männertag von Team.F. In Kassel ist mehr Platz. Es werden über 300 Männer erwartet.

Eigentlich schade, dass es Montag Abend war. Nach einigen guten Gesprächen zwischen Fahrstuhl und Parkplatz wollten noch Einige in die nahe gelegene Pizzeria fahren. Das war mir dann doch zu spät. Ich begab mich auf den Heimweg.

Ach so, Veranstalter der "Männertreffen 2016" ist "Eben Ezer" in Lichterfelde.

Samstag, 3. Februar 2018

Beit Schomer Israel in Steglitz

Die Gemeinde "Beit Schomer Israel" versteht sich als jüdisch-messianische Gemeinde. Vielen ist sie als "Beit Sar Shalom" bekannt. Die Anfänge lassen sich auf das Jahr 1995 datieren. Heute besuchten wir die Gemeinde an ihrem Standort in Steglitz.



"Shabbat Shalom", wurden wir bereits auf dem Hof des Gardeschützenwegs 96A begrüßt. Ein Mann mit weißem Hemd und Kippa stand auf dem Parkplatz. Kinder turnten um ihn herum. Eine Mutter räumte ihren Kleinbus leer. Herzliches Willkommen und Smalltalk auf dem Weg zum Eingang. Große hebräische Buchstaben wiesen auf Beit Sar Shalom und Beit Schomer Israel hin. Ersteres ist ein übergeordnetes Missionswerk und Letzteres der eigentliche Name der Gemeinde.

Shabbat Shalom

Durch eine Glastür betraten wir die Räume. Sie waren von Licht durchflutet und die wenigen Anwesenden kamen mit herzlichen Shabbat-Shalom-Grüßen auf uns zu. Eine bemerkenswert gute Willkommenskultur. Ich hatte die Kippa vergessen und bekam eine angeboten. Sie war leider nicht kompatibel mit meiner Frisur. Deshalb setzte ich sie wieder ab.

Ein A5-Blatt mit dem Programm verriet uns, dass von elf bis zwölf Liturgie und Thora-Lesung stattfinden werden und bis halb zwei der Gottesdienst mit Lobpreis und Predigt folgen sollen. "Wie lange willst du bleiben?", fragte mein Begleiter. Ich zeigte auf 13:30 Uhr. Für danach waren noch eine Gebetszeit und ein Nachmittagsseminar zur Kindererziehung avisiert.

Bedenke, vor wem du stehst!

Bis elf Uhr hatte sich der Raum tatsächlich gefüllt. Etwa 100 Besucher schauten Richtung Südost auf einen schlichten Thora-Schrank. Darüber auf Hebräisch der Spruch: "Bedenke, vor wem du stehst!"

Das Lobpreis-Team flankierte den Altarbereich auf der Südwest-Seite. Sie stimmten die Lieder auf Hebräisch, Deutsch und Russisch an. Die Folien wurden präzise gewechselt. Teilweise waren fünf Sprachen abgebildet: Hebräisch im Original, Hebräisch in lateinischer Umschrift, Deutsch, Russisch, Englisch. Es gab auch Folien, auf denen das Hebräische in Kyrillisch umgeschrieben war. Auf alle Fälle konnte jeder mitsingen. Ich entschied mich für die hebräischen Buchstaben. Endlich mal Praxis in der Urtext-Sprache.

Auch Aufstehen und Hinsetzen wurden gut geleitet. Unbedarfte Besucher konnten allen Elementen folgen. Die Liturgie-Abschnitte wurden zudem per Beamer in sämtlichen Sprachen an die Wand neben dem Thora-Schrank projiziert.

Anziehungskraft der Thora

Einige Männer mit Gebetsmänteln nahmen die Rolle aus dem Schrank, trugen sie durch den Saal, legten sie nach einem bestimmten Ritual auf den Tisch, rollten sie auf, lasen etwas vor, verpackten sie wieder und stellten sie in den Schrank zurück. Das Herumtragen der Thora löste eine emotionale Reaktion bei den Besuchern aus. Mit Armen, Handys und Bibeln wurde die samtige Hülle der Schriftrolle berührt und anschließend das Handy geküsst: Ehrfurcht vor der Bibel und die Erwartung eines besonderen Segens.

Im ersten Teil, dem sogenannten Shacharith, gab es einen kurzen Kommentar zum Text der Lesung. Dabei wurde Jithro als Respektsperson im Leben Moses vorgestellt. Jithro sei kein Name, sondern ein Titel: Vornehmer, Exzellenz. J-T-R bildet den Wortstamm für jater und bedeutet soviel wie überschüssig, mehr, groß, viel, übermäßig. Der Kommentator zitierte auch den wichtigen Vers "Lo-tov Hadavar asher atha osse" - "Nicht gut die Sache, die du tust" aus Schmot - pardon Exodus 18 Vers 17. Damit wies Jithro seinen Schwiegersohn Mose darauf hin, dass er seine Aufgaben verteilen solle. Ein Prinzip, mit dem sich auch heutige Pastoren noch schwer tun. Gegen Vers 18 ist Vers 17 sogar noch moderat formuliert.

Wer ist die Zielgruppe?

Zwischen traditioneller Liturgie und Gottesdienst gab es eine kurze Pause und einige personelle Veränderungen. Es strömten erstaunlich viele Menschen herein, die offensichtlich früher in Russland gelebt hatten. Die russische Fraktion machte gefühlt 60% der Anwesenden aus. Nur wenige hätte man auf der Straße als Menschen mit jüdischer Abstammung erkannt. Die weiteren Besucher überdeckten ihre deutsche Herkunft mit Gebetsmänteln, Kippas und auffälligen Chai-Ketten (Chai = Leben).

Es war auf den ersten Blick nicht festzustellen, wer eigentlich die Zielgruppe von Beit Shomer Israel wäre. Zunächst vermutete ich, dass die Gemeinde ein Sammelbecken für Spätaussiedler und christliche Israelfreunde aus den Gojim (Heidenvölker) sei. Auf Nachfrage wurde uns erklärt, dass sogar 40% der Gemeinde aus messianischen Juden bestehe. Israelfreunde seien zwar gerne gesehen, die Zielgruppe seien jedoch ganz klar Juden mit einer Beziehung zu Jeshua Hamashiach (Jesus dem Christus). Letzteres ist übrigens auch der definierte Fokus der weltweit aktiven Organisation Beit Sar Shalom.

Abba und der Rabbi

In der Predigt von Rabbi Wladimir Pikman ging es um Abba: Gott als Papa und seine damit verbundenen Eigenschaften. Wladimir Pikman sprach Russisch und wurde sehr professionell ins Deutsche übersetzt. Er bezog auch das Publikum ein, indem er immer wieder Fragen stellte. Zum Abschluss des Gottesdienstes wurde die Kollekte eingesammelt und ein hebräischer Segen gesprochen.

Gelebte Gastfreundschaft

Vor dem Altar wurde ein Tisch mit zwei Broten aufgestellt. Die beiden Brote sollten die doppelte Ration Manna am Vortag des Shabbats symbolisieren. Viele der Anwesenden bedienten sich daran. Wir wurden zum Mittagessen eingeladen. Allerdings waren wir nach zweieinhalb Stunden Liturgie und Gottesdienst etwas unter Zeitdruck geraten. Wir bedankten uns und verließen das gastliche Haus.

Auf dem Heimweg tauschten wir unsere Eindrücke aus und schafften es gerade noch rechtzeitig zum Kaffee mit den Omas. Apropos Heimweg:

Rabbi Wladimir Pikman war 1995 - so wie wir damals - zwecks Gemeindegründung nach Marzahn gekommen. Während wir unseren Fokus auf Einheimische legten, konzentrierten sich Wladimir und Inna Pikman im Ortsteil Ahrensfelde auf Aussiedler mit jüdischen Wurzeln. Durch eine gute Vernetzung innerhalb Berlins, konnten sie für die schnell wachsende messianische Gemeinde Räume der EFG Bethel und der LKG Eben Ezer nutzen. Die Standorte Steglitz und Lichterfelde sind allerdings knapp 30 Kilometer quer durch die Stadt vom ursprünglichen Wirkungsort Ahrensfelde entfernt.

Samstag, 15. Oktober 2016

5777 - 58 - 15 und die persönliche Zahlenbedeutung

Im Rahmen der Berufswahl hatte ich damals zwei Hauptinteressen ermittelt: Kunst und Mathematik. Da ich die Schaffung von Ölgemälden mit röhrendem Hirsch in der Farbe der Couch-Garnitur ablehnte, entschied ich mich für die andere Schiene und begann eine IT-Ausbildung. Das ist jetzt über dreißig Jahre her. Zur Halbzeit meldete ich ein Gewerbe an und entwickle seitdem individuelle Softwarelösungen. Logik und Zahlen spielen dabei eine große Rolle. Deshalb bin ich auch immer wieder von der Logik und Schlüssigkeit der Bibel fasziniert.



Kürzlich fragte meine Frau in einem Einstellungstest für Azubis nach ihrer Assoziation zur Zahl 28. Die verblüffende Antwort war mehrfach: "BH". Kaum hatte sie uns das beim Abendbrot erzählt, wurden meine gematrischen Ambitionen reaktiviert. Wenn sich also jemand ein Autokennzeichen mit der Zahlenkombination "1888" oder "8818" reserviert, könnte man davon ausgehen, dass es sich um einen Fan des Dritten Reiches handelt, da die Umschrift "AHHH" oder "HHAH" lautet und damit einschlägige Abkürzungen seines Glaubensbekenntnisses darstellt. "Kirche43" konnte gar nicht mit diesem Namen als Verein angemeldet werden, da eine tiefere Botschaft in der "43" alias "DC" vermutet wurde. Dabei ging es nur um die letzten beiden Stellen der damaligen Postleitzahl.

Jahr 5777

Beim FBG-Gebet war zu erfahren, dass in Israel das Halljahr begonnen habe. Dort schreibt man gerade das Jahr 5777. Nimmt man die letzten drei Stellen des Jahres, erhält man eine 777, die drei Mal die Vollkommenheitszahl 7 aneinanderreiht.

In der Offenbarung spielt die Zahl 7 eine besondere Rolle: sieben Sterne, sieben Leuchter, sieben Schreiben, sieben Gemeinden, sieben Engel der Gemeinden, sieben Siegel, sieben Schalen, sieben Posaunen, sieben Donner (Off 10,4) und sieben Geister Gottes. Letztere werden vier Mal erwähnt (Off 1,4, Off 3,1, Off 4,5 und Off 5,6). Die 4 taucht auf bei den vier lebendigen Wesen (Off 4,6-8), den vier Reitern (Off 6,1-8), den vier Engeln an den vier Enden der Erde, die die vier Winde festhalten (Off 7,1). 3, 12 und 24 sind ebenfalls wichtige Zahlen in der Bibel, die gelegentlich durch Multiplikation erzielt werden. So entsteht die 12 aus 3 mal 4 und die 24 aus der Verdoppelung von 12. 12 mal 12 ergibt 144, was sich bei 12.000 Personen aus jedem der 12 Stämme Israel auf 144.000 Personen multipliziert (Off 7,4-8).

Bei einem Lesedurchgang der Schlachterbibel hatte ich mal aus Spaß die Jahreszahlen mitgerechnet und war bis zum Jahr 3604 gekommen. Das war das Jahr, in dem König Jojachin begnadigt wurde (2. Kön 25,27). Rechnet man dann mit den 561 Jahren des Regierungsbeginns des Nebukadnezar-Nachfolgers Evil Merodach das Jahr der Geburt Jesu aus, kommt man auf 4165. Demnach müssten wir jetzt im Jahr 6181 nach Weltschöpfung leben. Laut dem jüdischen Kalender wird die Geburt Jesu auf das Jahr 3761 datiert.

400 Jahre verschluckt

Woher kommt die Differenz von über 400 Jahren? Das war mir bis heute unklar. Allerdings gibt es Google. Und Google sagt, dass die jüdische Chronologie anders mit den 430 Jahren in Ägypten (Ex 12,40) umgeht und die Zeit auf 139 Jahre kürzt. Der Rest der Jahre wird von den Rabbinen durch angeblich durchgeführte Erlassjahre kompensiert, obwohl davon nichts in der Bibel berichtet wird. Wichtige Zeitmarken zur Berechnung des jüdischen Kalenders sind die Standzeiten der beiden Tempel. Wer den Talmud (z.B. Bawa mezia 59a/b zu Ex 23,2) gelesen hat oder die Wortverdrehung in der Auseinandersetzung zwischen Jesus und dem amtierenden Klerus kennt, kann von einer durchaus individuellen Auslegung der Schrift ausgehen.

7000 Jahre und weitere Zahlen

Die sieben Tage der Weltschöpfung in Verbindung mit Ps 90,4 und 2. Pt 3,8 (1000 Jahre sind bei Gott wie ein Tag) bestärken die Vermutung, dass die gesamte Weltzeit 7000 Jahre beträgt. Laut Off 20,1-6 wird es am Ende eine Art Sabbath-Jahrtausend geben. Damit schließt sich der Kreis zum Schöpfungsbericht.

Interessant ist vielleicht noch, dass Abraham 1948 nach Weltschöpfung geboren worden war und auch der Staat Israel in seiner heutigen Form im Mai 1948 unserer Zeitrechnung gegründet wurde.

Die Sintflut fand 1656 statt und raffte auch Noahs Opa, den sprichwörtlichen Methusalem, im Alter von 965 fort. Noahs Vater war bereits fünf Jahre vorher gestorben. Noah war übrigens der erste Nachkomme Adams, der diesen nicht mehr persönlich hätte kennen können, da er erst 126 Jahre nach dessen Ableben geboren wurde. Das erklärt auch die Aussage seines Vaters Lamech (Genesis 5,29), Noah solle als Trost bezüglich des durch Adam initiierten Stresses bei der Bearbeitung des Ackerbodens dienen. Übrigens wird in diesem Vers auch erstmalig in der Bibel der Gottesname JHWH von einem Menschen ausgesprochen. Der Name JHWH wird erstmalig in Genesis 2,4 erwähnt.

Der Exodus aus Ägypten hatte nach der simultanen Mitrechnung 2668 begonnen. Josua war 2708 mit dem Volk über den Jordan geschritten. David wurde 3074 geboren und startete seine Regierung 3104 in Hebron, zog 3111 nach Jerusalem um und regierte dort bis 3144. Wer auch immer das jetzt noch wissen wollte. Der jüdische Kalender datiert den Exodus auf das Jahr 2448.

David und die Quersummen

Die Lücke von 400 Jahren entstand bei meiner Mitschrift in der Zeit der Bücher Josua und Richter, lässt sich aber anhand der Genealogie von David rekonstruieren, so dass ein Exodus im Jahr 2668 plausibel ist. Der Name David (דוד) ergibt übrigens die gematrische Quersumme 14, was in Mt 1,17 eine große Rolle spielt. Dort wird von drei mal 14 Generationen von Adam bis Jesus geredet.

Man kann aber auch gematrische Quersummen zu außerbiblischen Dingen wie VOLVO (וולוו) mit dem Zahlenwert 54 oder Angela Merkel (אנגלה מרקל) mit dem Zahlenwert 459 oder Donald Trump (דונלד טראמפ) mit der Quersumme 1144 bilden. Auf diese Art wird wohl auch der Antichrist aus Off 13,18 berechnet.

Der Church Checker (בדוק הכנסייה) hat eine Quersumme von 272 und BMW summiert sich auf 48. Rechnet man noch ein Jod für die BMWi-Modelle (i3 und i8) hinzu, kommt man auf 58. Die 58 tritt zwar in der Bibel kaum als Zahl in Erscheinung, hat aber für uns eine besondere Bedeutung.

58 Gemeinden in 15 Monaten seit dem 15. Juli 2015

Die Zahl 15 würde im Hebräischen theoretisch aus Jod und He (10+5) gebildet werden, ist aber untersagt, da das die ersten beiden Buchstaben des Gottesnamens sind. Deshalb setzt sich die 15 aus Tet und Vav (9+6) zusammen.

In den vergangenen 15 Monaten hatten wir insgesamt 58 Gemeinden an unterschiedlichen Standorten besucht. Die Gottesdienste hatten uns im Glauben und im Alltag voran gebracht und aktuelle Fragstellungen beantwortet. Hinzu kamen noch diverse Sonderveranstaltungen mit dem Gesprächsforum Leben + Glauben, der Evangelischen Allianz, Gemeinsam für Berlin, der Internetmission Berlin, der FBG, der IVCG oder Männertreffen mit Team.F, Eben Ezer und der EFG Oberkrämer. Der Vernetzungsgrad ist gigantisch.

Wir sind nachhaltig beeindruckt, welch ein feines, breites und geistlich lebendiges Netz der "Gemeinschaft der Heiligen" sich über die Stadt gelegt hat. Überall treffen wir alte Bekannte und lernen neue Leute kennen. Und so manch ein Gemeindekonstrukt wäre gar nicht in dieser Effektivität entstanden, wenn sich nicht vorher andere Konstrukte aufgelöst hätten. Das entspricht den biblischen Prinzipen von Apg 8,1 oder Lk 13,6-9 oder Joh 15,2. Und da war sie wieder: die Fünfzehn.