Samstag, 17. Dezember 2016

Was hat Audi mit der Bibel zu tun?

Angeregt durch Sprüche 16, 9 "... Gott lenkt" fielen mir in der letzten Woche ständig Bezüge zu deutschen Fahrzeugherstellern auf, die ich dem geneigten Leser dieses Blogs nicht vorenthalten möchte.



Als Ergebnis einer Geburtstagsparty lag ein kleiner Zettel mit der Aufschrift "GOTT LENKT." auf meinem Schreibtisch und postulierte eine Wahrheit, die mir schon länger bewusst ist. Allerdings regen auch bekannte Wahrheiten gelegentlich weitere Denkprozesse an und schwingen in sämtlichen Alltagssituationen mit.

Mercedes und der volle Lohn

So stolperte ich diese Woche im zweiten Brief des Johannes über den Vers 8, wo es heißt, dass wir aufpassen sollen, dass wir nicht verlieren, was wir erarbeitet haben, sondern vollen Lohn empfangen. Auf Latein endet der Vers wie folgt: "sed ut mercedem plenam accipiatis". Der volle Lohn (merces) könnte also bei mobile.de mit "Mercedes Voll! Voll! Voll!" angepriesen werden, was eine höchst mögliche Ausstattungsfülle bedeutet oder einfach nur den potenziellen Kunden zu einer Vorabüberweisung nach England bewegen soll.

sed ut mercedem plenam accipiatis
Mercedes - sed ut mercedem plenam accipiatis - damit ihr den vollen Lohn empfangt.
Janis Joplin besingt den Wunsch sogar mit den Worten: "Oh Lord, won't you buy me a Mercedes Benz?" und setzt damit auf einer biblischen Parallele aus Numeri 11 auf. Dort wurde um Wachteln gebeten und diese gab es dann auch. Der Text aus dem vierten Mose zeigt jedoch auch, dass nicht jeder erfüllte Wunsch wirklich zum Besten dient. Deshalb sollte der "merces" Gottes idealerweise Ihm überlassen werden.

Es könnte sich auch um einen Denar aus Matthäus 20, 1-16 handeln. In Vers acht lesen wir "... redde illis mercedem ..." (gib ihnen den Lohn), was wohl die zuerst angestellten Mitarbeiter missverstanden hatten, da sie sich anschließend über den einen Denar beschwerten. Rechnet man das damalige Gewicht des Reinsilber-Denars (4,55g) auf den heutige Preis der Feinunze um, kommt man auf einen Gegenwert von etwa drei Euro. Damit konnte man damals einen Tag finanzieren und heute etwa zwei Liter Benzin für den Mercedes kaufen. Damit kämen wir mit einer S-Klasse gerade von zu Hause bis zum CVJM Kaulsdorf und müssten dann wieder einen Tag lang im Weinberg arbeiten.

Audi - Vorsprung durch Hören

So schön die Laufruhe von Elektroautos wie Tesla & Co. ist, so gefährlich kann das für andere Verkehrsteilnehmer sein. Man hört diese Fahrzeuge einfach nicht. Bei meinem ersten Vier-Liter-Auto hatte ich Doppelrohr-Endschalldämpfer von Remus und 200-Zellen-Metall-Sportkats verbaut, die meiner Frau auch durch die geschlossenen Scheiben signalisierten, dass ich gerade im Anflug bin.

Audi Israhel!
Audi Israhel! - 5. Mose 6, 4
Audi (Höre!) spielt im Neuen Testament eine große Rolle. Besonders markante Stellen finden wir in der Bergpredigt, wo es in Mt 7, 24+26 heißt: "qui audit verba mea haec" (wer diese meine Worte hört). Wer die gehörten Worte umsetzt, gleicht einem klugen Mann und wer sie nicht umsetzt einem dummen Mann (viro stulto).

Es gibt weitere Passagen, wo Jesus etwas hört und sich wundert (Mt 8,10), wo Herodes von Jesus hört (Mt 14,1), wo Jesus hört, dass Herodes etwas von ihm gehört hat (Mt 14,13), wo die Jünger hören, dass Jakobus und Johannes eine Sonderstellung bei Jesus angefragt hatten und unwillig darüber werden (Mt 20,24) oder die Begebenheit mit dem Blinden in Jericho, der hört, dass Jesus vorbeikommt und zu rufen beginnt, so dass Jesus stehen bleibt und ihn heilt (Lk 18,35-43).

Im Alten Testament gibt es noch das "Höre Israel" (Dtn 6,4), welches in der Vulgata mit "Audi Israhel!" übersetzt wird.

Mein zweiter V8 war so gut gedämmt, dass man im Innenraum nicht hörte, ob der Motor an ist. Bei erneutem Starten war aber ein ungesundes Geräusch des Anlassers zu vernehmen. Auf unserer Fahrt nach Kassel war ich beeindruckt von der guten Dämmung eines Audi A7. Das hätte ich einem viertürigen Coupé ohne Fensterrahmen gar nicht zugetraut. Audi ist übrigens der erste Fahrzeughersteller, der eine 3D-Klanganlage von Bang & Olufsen verbaut, die einzelne Tonspuren separieren kann.

Bete mal wieder!

Der Witz ist alt, bei dem ein Pfarrer und ein Busfahrer an der Himmelspforte anklopfen. Petrus schickt den Pfarrer weg, weil in seinen Predigten alle eingeschlafen waren. Der Busfahrer hingegen wird eingelassen, weil seine Mitfahrer immer intensiv gebetet hatten.

Ähnlich verhält es sich mit der Marke "Bete mal wieder" (BMW). Einige Zeitgenossen übersetzen die Abkürzung mit "Bring mich Werkstatt" oder gar mit "Bayerische Motorenwerke". Der ADAC weiß zu berichten, dass Fahrer von dunklen BMW mit starker Motorisierung als besonders aggressiv wahrgenommen werden. Damit werden nicht nur Schleicher auf der linken Spur, sondern auch begleitende Insassen eines BMW zum Beten angeregt.

"Bete mal wieder!" ist eine gute Idee für sämtliche Verkehrssituationen des Lebens. Wenn der BMW mit 256 km/h in den elektronischen Begrenzer fährt, der Weg frei ist, alles super läuft, die Insassen in die Sitze gepresst sind und das breite Grinsen im Gesicht des Fahrers steht. Dann ist ein Dankgebet dran oder ein Gebet für die anderen Verkehrsteilnehmer, dass sie ihr Ziel vor Augen behalten und nicht ausgerechnet jetzt in die linke Spur wechseln.

BMW Bete mal wieder!
BMW - Bete mal wieder!
Es gibt aber auch andere Situationen, in denen "Bete mal wieder!" die Aufforderung der Wahl ist. Wenn im direkten Umfeld Chaos ausbricht, Verluste hinzunehmen sind und die Fahrt gestoppt oder stark verlangsamt ist. Mal wieder Beten, flankiert mit dem Lesen der Bibel, kann Wunder wirken und schnell wieder auf die Überholspur bringen.

Als mein Auto innerhalb von zwölf Monaten dreimal in einen "Bring mich Werkstatt" umgewidmet wurde (siehe Foto), erlebte ich eine heilsame emotionale Lösung vom materiellen Wert solcher Fahrzeuge. Nach dem dritten Mal blieben die auf Ebay begehrten Teile einfach ausgebaut und ich konzentrierte mich auf das Wesentliche: den Fahrspaß. "Bete mal wieder!" hatte ich als blau-weiße Gedankenstütze weiterhin vor Augen.

Automarken für Rechtgläubige

Es gibt weitere Automarken, die sich in diesen Kontext einreihen könnten. Lexus beispielsweise soll so viel wie "Beschützer der Menschheit" bedeuten. Kombiniert man das mit dem Werbeslogan seines Herstellerkonzerns Toyota "Nichts ist unmöglich", erhält man eine interessante Hymne auf Gott, dem alle Dinge möglich sind (Mt 19,26).

Etwas anders verhält es sich bei Skoda, der mit "schade" oder "Schaden" übersetzt werden kann. Auch Adam Opel hat eine fragwürdige Stellung in der Bibel, wie uns beispielsweise die Verse in Römer 5,12-21 erläutern.

Aus den obigen Schilderungen ergibt sich eine Empfehlung für die automobile Historie eines Christen:

Audi, BMW, Audi, BMW, parallel Lexus oder parallel alle drei Fahrzeugmarken und zum Schluss ein Mercedes. Dann wären die wichtigsten automobilen Prinzipien wie das Hören, das daraus folgende Beten, das Hören im Gebet und der begleitende Schutz Gottes (Psalm 91) erfüllt. Und am Ende kommt der Mercedes pardon "merces" wie wir es in 2. Joh 8 lesen.

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