Freitag, 16. Dezember 2016

Gott lenkt

Der zweite Teil von Sprüche 16, 9 könnte auf einen automobilen Kontext bezogen werden, hatte heute aber eine andere Bedeutung für mich.



Seit Tagen hatte ich an einer weiteren Buchrezension gefeilt und wollte diese heute früh veröffentlichen. Noch schnell eine kleine Ergänzung und eine Änderung mit STRG-Z und ... der Text war weg. Der komplette Text einfach weg. Schließen ohne Speichern und ... der Text bleib weg. Er ließ sich weder mit Zurück-Button noch über den Browser-Cache herstellen. Der Text war weg.

Mein Blick fiel auf den kleinen Zettel, der unter das Mouse-Pad geklemmt war: "GOTT LENKT". Der Zettel war Teil eines Party-Quiz und hatte mich gedanklich die Woche über begleitet. Wann immer der Blick über den kleinen weißen Papierschnipsel streifte, stellte ich mir Gott auf dem Fahrersitz vor. Ich saß daneben.

Nun war dieser Fall tatsächlich eingetreten. Ich hatte mir etwas gedacht, zeitlich geplant und Gott fuhr in eine andere Richtung. Nach weit über 500 Blogartikeln war das Verschwinden des Textes ein absolutes Novum.

Gott lenkt Sprüche 16, 9
Der Mensch denkt, Gott lenkt. - Sprüche 16, 9
Das sind die Erfahrungen, wenn Gott ans Steuer gelassen wird. Er führt uns in Gegenden und fährt Wege, die wir bisher nicht kannten. Orte, die wir selbst nie ins Navi eingestellt hätten, lernen wir durch Ihn kennen.

Er umfährt mit uns Baustellen, die uns zu lange blockieren würden. Er kennt die Umgehungsstraßen bei Stau. Er ist immer konzentriert und bringt das Fahrzeug des Lebens sicher ans Ziel.

Gott hält auch die Pausenzeiten ein und gibt gerne unterwegs mal einen aus. Wir können entspannen, schlafen, essen und uns unterhalten. Auf einer Fahrt zum Männertag in Kassel hatten wir die vielen Stunden auch genutzt, um die Lebensgeschichten von vier Teilnehmern zu hören. Offensichtlich war Jesus auch dabei und hatte interessiert zugehört. Er stand zumindest in den Schilderungen im Mittelpunkt.

Auf dieser Fahrt hatte uns Röm 8,28 iterativ bewegt. Zu herausfordernden Situationen konnte rückblickend immer ein tieferer Sinn erkannt werden. Ein Sinn, der eine positive Veränderung oder persönliches Wachstum gebracht hatte.

Deshalb kann ich mich wegen des gelöschten Artikels entspannen. Wird er doch entweder zum passenden Zeitpunkt neu geschrieben oder er hätte ohnehin nicht auf Gottes Weg gelegen. Dann ist es egal. Wichtig ist nur, dass ich mit Gott auf Seinen Wegen unterwegs bin.

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