Sonntag, 18. Juni 2017

10 x Danke pro Tag verändert den Termin mit Gott

Der Ablauf des täglichen Termins mit Gott wurde durch einen Vorschlag meiner Tochter geändert. Sie drückte uns eine Herausforderung der ganz besonderen Art auf.



Jedes Wochenende freuen wir uns auf die Familienkonferenz. Die Aufgaben Catering, Agenda, Protokoll und Aufräumen rotieren. Bei der 37. Konferenz war meine Tochter mit der Agenda dran und hatte die Hoheit über Themen und Timing des Ablaufs.

Sie holte ihren Notiz-Zettel von Saddleback - ausgesprochen Zettel-Bäck - heraus. Rick Warren hatte wohl über den überfließenden Becher aus Psalm 23 Vers 5 gesprochen. "Ich habe hier eine Challenge für die nächste Woche". Jeder von uns sollte jeden Tag 10 Danksagungen aufschreiben.

Ich hatte schon etwas länger überlegt, wie ich mal ein wenig den eingefahrenen Ablauf meiner Morgenandacht umbauen kann.

Hörendes Frühgebet

Viele Monate hatte ich das Frühgebet praktiziert. Das war insbesondere für das Hören auf Gott effektiv. Eine Stunde vor dem normalen Wecksignal stieg ich aus dem Bett, schwankte ins Büro, machte die Tür zu und betete. Völlig im morgendlichen Delirium war ich gar nicht in der Lage, einen klaren eigenen Gedanken zu fassen. So konnte ich ungestört auf Gottes Reden achten und bekam sehr viele wertvolle Antworten und Hinweise auf die nächsten Schritte.

Gebet nach dem Frühstück

Etwa ein dreiviertel Jahr praktizierte ich das sehr erfolgreich und verlagerte den Zeitpunkt auf den Zeitraum nach dem Frühstück mit den Kindern. So ist das bis heute. Der Ablauf war fast zwei Jahre lang identisch: mindestens ein Bibelabschnitt oder Kapitel, Tür zu und Gebet.

Die Dank-Challenge meiner Tochter veränderte diesen Ablauf: A5-Zettel, Kugelschreiber und schon rauschten zehn Themen durch den Stift. Das ging ja schnell. Das besondere an der Dank-Herausforderung war, dass sich die Danksagungen nicht doppeln durften. So arbeitete ich mich systematisch vor:

10 x Danke pro Tag

Erst die Familie, dann die Familie und sachliches Drumherum, dann die berufliche Situation und die sagenhafte Versorgung, Jesus in mir und die vielen Freunde, innerer Frieden und geistliche Nahrung, Umgang und Bewertung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bis hin zum Loslassen können. Der siebte Tag beschäftigte sich mit Gemeinden, Taufen und der Fähigkeit, anderen Christen in schwierigen Situationen Trost zu spenden.

Nach dem Schreiben und Beten las ich den üblichen Abschnitt in der Bibel und stieg nach diesem Termin mit Gott ins Tagesgeschäft ein.

Streber und Motivator

Bei der 38. Familienkonferenz war ich für die Agenda zuständig und fragte nach den Erfahrungen mit dem 10er-Dank. Die Reaktionen waren unterschiedlich. Um der Aktion das Sahnehäubchen aufzusetzen, schlug ich den heutigen Morgen zwischen Frühstück und Gottesdienst zum Verlesen der Zettel vor. Als Streber fing ich an. Die Danksagungen für die Familienmitglieder taten auch ihnen gut, so dass auch die anderen Zettel herausgeholt und vorgelesen wurden.

Ob ich das in der nächsten Woche fortsetze, weiß ich noch nicht. Zumindest hatte der Wechsel im Ablauf den Termin mit Gott erfrischt. Hinzu kommt, dass ich schon wieder fast mit dem Neuen Testament durch bin und vor der üblichen Entscheidung stehe: Vollbibel, Neues Testament, Übersetzung, Sprache?

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