Sonntag, 20. September 2015

Christusgemeinde Frankfurt/Main

Das Schöne an der weltweiten Gemeinschaft der Christen ist, dass man überall Menschen mit der selben Grundlage trifft: Jesus! Heute besuchten wir gemäß Smartphone-Empfehlung die Christusgemeinde Frankfurt. Die Aufnahme war sehr herzlich und anschließend hatten wir noch sehr intensive Gespräche.



Den gestrigen Samstag hatten wir auf der Autobahn und der hilflos überfüllten IAA verbracht. Was macht man nicht alles, wenn Eintritt, Übernachtung und Galaabend zur Vorstellung des neuen BMW 7er gesponsert werden.

Auch für den Sonntag hatten wir Freikarten und Tickets für VIP-Lounges. Aber es war ja schon am Vortag so voll gewesen, dass einige Hallen temporär geschlossen werden mussten. Hatten wir doch im Prinzip schon alles gesehen und genügend Fotos gemacht.

So entschieden wir uns für eine sinnvolle Alternative: Gottesdienstbesuch!

Meine Frau zückte ihr Smartphone, ließ sich lokalisieren und suchte nach den Gemeinden im Umkreis. Dabei musste die Uhrzeit nach dem Aufstehen und die Gemeinde möglichst auf dem Weg nach Würzburg liegen. Dort wollten wir auf dem Rückweg noch Freunde besuchen. Das Handy schlug in Abwägung all dieser Kriterien die Christusgemeinde Frankfurt vor.

Die Christusgemeinde Frankfurt in der Homburger Landstraße 145 war aus einem seit dem Jahr 2000 aktiven Hauskreis hervorgegangen, der Christen unterschiedlicher gemeindlicher Prägung zusammengeführt hatte. Erklärtes Ziel ist die Konzentration auf die wesentlichen Grundlagen des christlichen Glaubens: Bibel, Jesus, Vergebung und Alltagsrelevanz des Glaubens.

Es ist wohl unser Markenzeichen, dass wir immer erst kurz vor oder direkt zu Beginn - in diesem Fall 10:30 Uhr - erscheinen. Dabei hatten wir so eine gute Ausrede: Die Homburger Landstraße war wegen eines Laufes weiträumig gesperrt. Wir fuhren also nach Gefühl, parkten irgendwo in der Nähe und hetzten dann die Querstraßen entlang. Gerade noch geschafft!

Zwei junge Frauen spielten Lobpreislieder. Es gab Ansagen und dann eine recht lange Predigt. Die Predigt verfolgte die oben genannten Inhalte, war biblisch und immer wieder mit praktischen Beispielen versehen. Als der Junge neben uns den Hefter fallen ließ, wurde klar, dass die zeitliche Aufnahmegrenze überschritten war und der Prediger kam zum Ende.

Zum Ende fielen mir die Freikarten für die IAA ein. Vielleicht hatte ja jemand Interesse? Das war ein besserer Gesprächseinstieg als sinnfreier Smalltalk über die gesperrte Homburger Landstraße. In der Folge sprachen wir mit sehr vielen von ihnen und hielten uns bestimmt eine Stunde plaudernd im Vorraum auf. Dann lud uns ein Ehepaar mit zwei Kindern in ein benachbartes Restaurant ein.

Die Zeit wurde knapp. Mittag in Frankfurt, Kaffee in Würzburg und Abendbrot in Berlin? Hm, alles sehr eng! Wir willigten ein und fuhren gemeinsam zu einem rustikalen Gasthof. Die Zubereitung des Essens dauerte sehr lange. Unpraktisch für den Anschlusstermin, gut fürs Gespräch. Wir redeten über Familie und Gemeinde, kamen vom Hundertsten ins Tausendste und lernten auf diesem Wege neue Freunde kennen. Wie schön, wenn man über Jesus einen gemeinsamen Anknüpfungspunkt hat und sich sofort versteht. Ähnliche Begebenheiten kennen wir auch aus dem Ausland. Selbst ohne gemeinsame Sprache ist Jesus doch der Übersetzer und derjenige, der seine Leute zusammen bringt.

Erwartungsgemäß überschritten wir die geplante Abfahrtzeit weit. Wir verabschiedeten uns und Dank Smartphone konnten wir eine Verschiebung des Folgetermins klären. Also "Allet Jut", wie der Berliner zu sagen pflegt.

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